• Finanzen / Bilanzen

    Digitaler Euro geht in die Pilotphase: 36 Zahlungsdienstleister aus dem Euroraum wurden ausgewählt, der Test startet 2027

    Das Vorhaben eines digitalen Zentralbankgelds für den Euroraum hat eine konkrete Zeitachse bekommen. Laut der Europäischen Zentralbank wurden aus über 50 Bewerbungen 36 Zahlungsdienstleister aus dem gesamten Euroraum für das Pilotprojekt ausgewählt. In der zweiten Jahreshälfte 2027 soll ein zwölfmonatiges Pilotprojekt starten. Die Notenbank will für eine mögliche Erstausgabe im Jahr 2029 bereit sein, vorausgesetzt die Rechtsgrundlage wird 2026 angenommen. Die Aufforderung zur Interessenbekundung erging im März 2026. Ein Pilotprojekt ist noch keine Einführung Wichtig an der Ankündigung ist, was sie nicht enthält. Die Auswahl der Teilnehmer schafft die technischen Voraussetzungen; über Ausgabe und Zeitpunkt entscheidet die Notenbank erst, wenn der rechtliche Rahmen steht. Für Menschen, die digitale Zahlungsmittel verfolgen,…

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  • E-Commerce

    Fahrradmarkt kippt zugunsten des elektrischen Antriebs: 52,7 Prozent der im Jahr 2025 in Deutschland verkauften Räder waren E-Bikes

    Beim Kauf eines neuen Rades ist der Motor inzwischen die Mehrheitsentscheidung. Laut den Marktdaten der Fahrradwirtschaft für 2025 wurden in Deutschland 3,8 Millionen Räder verkauft, davon 52,7 Prozent mit elektrischer Unterstützung und 47,3 Prozent ohne. In den Haushalten befinden sich damit über 17 Millionen E-Bikes im Gebrauch. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 11. März 2026. Der Bestand verschiebt sich langsamer als der Absatz Zwischen Verkaufsanteil und Bestand liegen Jahre. Ein Rad, das heute gekauft wird, ersetzt eines, das oft ein Jahrzehnt gefahren wurde — die Mehrheit im Verkauf wird deshalb erst mit Verzögerung zur Mehrheit auf der Straße. Für den laufenden Betrieb heißt das, dass sehr unterschiedliche Baujahre nebeneinander unterwegs…

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  • Dienstleistungen

    Wärmepumpen legen im ersten Halbjahr 2026 um 40 Prozent zu: 195.000 Anlagen gingen an den Großhandel und an das Fachhandwerk

    Der Heizungsmarkt hat im ersten Halbjahr deutlich gedreht. Laut dem Bundesverband Wärmepumpe setzten die Hersteller von Januar bis Juni 2026 rund 195.000 Wärmepumpen an Großhändler oder Fachhandwerker ab, 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt sind in Deutschland damit knapp zwei Millionen Anlagen im Einsatz. Als wesentlichen Grund nennt der Verband die Bundesförderung für effiziente Gebäude, die bis 2030 verlässlich fortgeführt wird. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 6. August 2026. Der Zuwachs landet zuerst im Bestand Ein Gerät im Großhandel ist noch keine Anlage im Haus. Zwischen Absatz und Inbetriebnahme liegen Planung, Anschluss und die Frage, ob die vorhandene Elektroinstallation die zusätzliche Last überhaupt trägt. Im Bestandsgebäude ist das die…

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  • Internet

    Onlinehandel wächst im zweiten Quartal 2026 um 5,1 Prozent — und fast jeder dritte Käufer hat schon einen Chatbot nach Produkten gefragt

    Der deutsche Onlinehandel hat sich im Frühjahr spürbar erholt. Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel wuchsen die Umsätze im zweiten Quartal 2026 um 5,1 Prozent, im ersten Halbjahr um 4,3 Prozent. Auf Online-Marktplätze entfielen zur Jahresmitte 11,5 Milliarden Euro. Anbieter aus Asien vereinten 5,3 Prozent aller Bestellungen auf sich, im Modesegment über 16 Prozent. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 6. Juli 2026. Die Kaufberatung wandert in den Chat Der aufschlussreichste Wert der Erhebung betrifft nicht den Umsatz. Nach Angaben des Verbands haben 31,2 Prozent der Onlinekäuferinnen und -käufer bereits einen Chatbot um Produktempfehlungen gebeten; knapp sechs Prozent nutzten Künstliche Intelligenz bei der Informationssuche. Zwischen beiden Zahlen liegt der Unterschied zwischen…

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  • Software

    Existenzgründungen steigen 2025 um rund 18 Prozent auf etwa 690.000 — und sieben von zehn davon entstehen neben dem Hauptberuf

    Die Bereitschaft, ein eigenes Vorhaben zu starten, ist trotz unsicherer Konjunktur deutlich gewachsen. Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2026 wagten 2025 rund 690.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit, etwa 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs entstand fast vollständig im Nebenerwerb, der mit rund 483.000 Gründungen einen Höchststand erreichte. Vollerwerbsgründungen blieben mit etwa 207.000 nahezu unverändert. Der Nebenerwerb ist kein Sonderfall mehr Mit einem Anteil von rund 70 Prozent bildet die Gründung neben dem Hauptberuf inzwischen den Regelfall. Das verändert, wie ein Vorhaben startet: mit begrenzter Zeit, begrenztem Kapital und dem Zwang, früh zu erkennen, ob etwas trägt. Genau an diesem Punkt entscheidet sich, welche Fragen zuerst beantwortet werden müssen…

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  • Medien

    Rentenanpassung bringt seit dem 1. Juli 2026 ein Plus von 4,24 Prozent: Der aktuelle Rentenwert steigt von 40,79 auf 42,52 Euro

    Zur Jahresmitte hat sich der monatliche Betrag für alle Rentenbeziehenden verändert. Laut der Deutschen Rentenversicherung stiegen die Renten zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent. Der aktuelle Rentenwert erhöhte sich damit von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Für eine Rente von 1.000 Euro bedeutet das einen Anstieg auf 1.042,40 Euro. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 5. März 2026. Höher als im Dezember erwartet Die Anpassung fiel deutlicher aus als zunächst angenommen. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung war im Dezember noch eine Quote von 3,73 Prozent prognostiziert worden; der Lohnfaktor trug am Ende mit 1,0425 zur Berechnung bei. Zurückgeführt wird die Abweichung auf die bessere Lohnentwicklung des Jahres 2025. Die Rentenhöhe…

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  • Sonstiges

    Campingplätze zählen 44,7 Millionen Übernachtungen — die Gebühren für Wohnmobilstellplätze stiegen seit 2020 um 32,2 Prozent

    Camping ist in Deutschland keine Nische mehr, sondern ein Neuntel des gesamten Übernachtungsgeschäfts. Laut dem Statistischen Bundesamt entfielen 2025 rund 44,7 Millionen Gästeübernachtungen auf Campingplätze — 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr und 9,0 Prozent aller 497,4 Millionen Übernachtungen im Land. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 30. März 2026. Der Zuwachs hat seinen Preis, und er verteilt sich ungleich. Am stärksten verteuerten sich seit 2020 die Wohnmobilstellplätze mit 32,2 Prozent — deutlich mehr als die Campingplatzgebühr mit 28,7 Prozent und mehr als die Verbraucherpreise insgesamt mit 21,9 Prozent. Wer viel Platz braucht, zahlt den größten Aufschlag Die drei Preisreihen laufen auseinander, obwohl sie dieselbe Leistung beschreiben: eine Nacht auf einem…

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  • E-Commerce

    Ladesäulenregister meldet 209.605 öffentlich zugängliche Ladepunkte zum 1. Juli 2026 — die Marke von 200.000 ist überschritten

    Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Deutschland hat eine runde Marke hinter sich gelassen. Laut dem Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur waren zum 1. Juli 2026 insgesamt 209.605 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Betrieb. Davon entfielen 155.264 auf Normalladepunkte und 54.341 auf Schnellladepunkte. Gemeinsam stellen sie eine Ladeleistung von 9,04 Gigawatt bereit. Die Zahlen schließen Meldungen aus noch nicht abgeschlossenen Anzeigeverfahren ein. Zwei Netze mit unterschiedlicher Aufgabe Hinter der Gesamtzahl stehen zwei verschiedene Anwendungsfälle. Normalladepunkte versorgen Fahrzeuge, die ohnehin längere Zeit stehen, Schnellladepunkte solche, die weiterfahren sollen. Für die Alltagsplanung ist deshalb weniger die Summe wichtig als die Frage, welcher Typ am Ziel steht. Wer regelmäßig zu Hause lädt, stellt sich diese Frage seltener und…

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  • Internet

    Fehlende Kompetenzen bremsen Künstliche Intelligenz stärker als die Technik: 40 Prozent der Arbeitgeber nennen sie als wichtigste Hürde

    Über den Einsatz Künstlicher Intelligenz entscheidet seltener die Technik als die Frage, wer sie bedienen kann. Laut dem Policy Brief „AI and skills: What we know so far“ der OECD nennen rund 40 Prozent der Arbeitgeber in Industrie und Finanzwesen fehlende Kompetenzen als Hauptgrund dafür, dass sie Künstliche Intelligenz nicht einsetzen. Bei kleinen und mittleren Unternehmen, die generative Verfahren nicht nutzen, ist es mehr als die Hälfte. Veröffentlicht wurde die Kurzanalyse am 5. Juni 2026. Die Anforderung liegt woanders, als viele vermuten Bemerkenswert ist die Zusammensetzung des Bedarfs. Der OECD zufolge benötigen weniger als ein Prozent der Beschäftigten fortgeschrittene KI-Kompetenzen wie Programmierung oder Modellentwicklung. Die große Mehrheit braucht etwas anderes:…

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  • Software

    Cybercrime verursacht 202,4 Milliarden Euro Schaden in einem Jahr — das entspricht rund 4,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung

    Die Schadenssumme hat eine Größenordnung erreicht, die sich nicht mehr in Einzelfällen erzählen lässt. Laut dem Bundeslagebild Cybercrime 2025 des Bundeskriminalamts entstand der deutschen Wirtschaft ein Schaden von 202,4 Milliarden Euro, was etwa 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Registriert wurden rund 335.000 Fälle im engeren Sinne. Von diesen entfielen 207.888 auf Taten aus dem Ausland oder mit unbekanntem Tatort. Veröffentlicht wurde das Lagebild am 12. Mai 2026. Der Zuwachs verteilt sich ungleich Zwei Angriffsformen stechen heraus. Nach Angaben des Bundeskriminalamts stieg die Zahl der Ransomware-Fälle um zehn Prozent auf 1.041, die der Angriffe auf die Erreichbarkeit von Diensten um 25 Prozent auf 36.706. Auffällig ist das Verhältnis von Häufigkeit und…

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