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LED-Lichttest: Nur ein System enttäuscht

Die Lichttechnik im Auto hat in den vergangenen Jahren enorme Sprünge gemacht. Aktuelle LED-Systeme haben die Ausleuchtung auch unter schwierigen Bedingungen auf ein neues Niveau gehoben. Und doch gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede. Die Zeitschrift auto motor und sport hat in der neuen Ausgabe 8 sechs LED-Systeme getestet, die die Autohersteller Mercedes, BMW, Volvo, Skoda, Land Rover und Cupra einsetzen. Bewertet wurden die Lichtsysteme auf der bewährten ams-Teststrecke, die über Autobahnen, Landschaften und durch Ortschaften führt. Die Hauptprüfung findet auf einer anspruchsvollen Passage mit Kurven, Kuppen, Senken, Waldstücken, langen Geraden und Verkehrsschildern statt. Das ermöglicht auto motor und sport, Ausleuchtung, Reichweite sowie Eigen- und Fremdblendung reproduzierbar zu bewerten.

Klarer Testsieger ist das Digital Light des Mercedes (getestet in der E-Klasse) mit seinen je 1,3 Millionen Mikrospiegeln. Das Matrix-LED-System überzeugt mit einem enorm homogenen, hellen und farblich angenehmen Lichtteppich sowie einer schnellen, kaum merklichen feinsinnigen Regelung. Diese ermöglicht unter allen Bedingungen hervorragendes Dauerfernlicht ohne Blendung anderer. In Top-Form auf Rang 2 zeigt sich auch das BMW-Licht im Fünfer: Die Matrix-LEDs bieten das subjektiv kräftigste und hellste Licht im Feld. Es ist reichweitenstark, leuchtet allerdings stellenweise etwas fleckig und insgesamt inhomogener als das besonders feine Digital Light des Mercedes. Auch Cupra überzeugt auf Platz 3: Das LED-System im Formentor strahlt grundsätzlich hell und ausreichend reichweitenstark ohne störende Fremdblendung, in Kurven etwas zackig. Störend ist die zu starke Betonung der Fahrbahnränder. Hier werden die Bäume zu dominant ausgeleuchtet, was ablenkend wirken kann.

Bei den Kandidaten vier bis sechs gibt es schon größere Schwächen. Mangels Matrix-System schaltet Volvos LED-Licht im EX30 zwischen Abblend- und Fernlicht automatisch hin und her. Allerdings erfolgt das Umschalten manchmal zu langsam. Volvo liefert ein homogenes, gleichmäßiges Abblendlicht mit ordentlicher Reichweite und einer effizienten Ausleuchtung der Fahrbahnränder. Das Fernlicht ist ausgewogen und kräftig. Platz 4 teilt sich Volvo mit Land Rover. Die Briten verzichten im Defender ebenfalls auf die Matrixfunktion. Das Abblendlicht strahlt etwas kurz und ist relativ leuchtschwach, das Fernlicht bietet ordentliche Reichweite und gute Ausleuchtung sowie angenehme Helligkeit und Lichtfarbe. Bei Land Rover stört aber das Rückschalten von Fern- auf Abblendlicht wegen dessen relativ geringer Reichweite.

Sechster im Test ist der Skoda Karoq, der die Möglichkeiten seines Matrix-LED-Systems nicht voll nutzt. Es stören deutlich sichtbare Querstreifen auf dem Asphalt sowie eine verhältnismäßig grobe und manchmal unruhige Regelung: In Kurven wirkt es etwas unruhig und auch sonst topografieabhängig, also auf Kuppen oder in Senken. Insgesamt enttäuschen das gelbliche Grundlicht und das zu großflächig ausschneidende Fernlicht.

Redakteur: Jörn Thomas

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