
Seit Jahrzehnten ein Mittler zwischen den Welten
Um dies zu gewährleiten, wird im Auftrag der ESA seit 35 Jahren der Technology Broker betrieben – eine europaweite Initiative, welche die breite Nutzung von Raumfahrttechnologien in Wissenschaft und Industrie fördert. Das 35-jährige Bestehen dieser erfolgreichen Initiative feiert die ESA vom 09. – 13. April 2025 auf der „International Exhibition of Inventions” in Genf.
Um den Technologietransfer in und aus der Raumfahrt voranzutreiben, betraut die ESA europaweit erfahrene Vermittler mit den Aufgaben des Brokers. In Deutschland hat die Raumfahrtorganisation der cesah GmbH aus Darmstadt sowie der EurA AG aus Aachen die Verantwortung übertragen.
Die über Jahrzehnte erfolgreich angewandten Vermittlungsinstrumente umfassen einerseits ein breitangelegtes Angebot von über 100 innovativen Raumfahrttechnologien aus unterschiedlichsten Technologiebereichen und andererseits die individuelle Suche nach Lösungen für technologische Bedarfe der Industrie.
Somit fungiert der Technology Broker als Bindeglied zwischen der Raumfahrtindustrie und anderen Sektoren wie beispielsweise der Automobilindustrie, Landwirtschaft, Medizintechnik oder Umwelttechnik.
Neben dem Technologietransfer hat der ESA Technology Broker folgende Aufgaben:
- Vernetzung: Er bringt aus dem Raumfahrt- und Nichtraumfahrtbereich Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammen, um im branchenübergreifenden Technologietransfer Innovationsprozesse zu fördern und neue Kooperationen zu ermöglichen.
- Beratung: Der Technologie Broker berät Unternehmen hinsichtlich der Nutzung von Raumfahrttechnologien und unterstützt sie bei der Implementierung neuer Lösungen in ihre Produkte und Dienstleistungen.
- Förderung von Innovationen: Durch verschiedene Programme und Projekte unterstützt der Technologie Broker Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle auf Basis von Raumfahrttechnologien.
Welche Vorteile bietet der Technology Broker der ESA den Technologiegebern sowie den Technologienehmern?
- Technologiegeber erschließen neue Märkte und zusätzliche Einnahmequellen, zum Beispiel durch die Vergabe von Lizenzen oder Auftragsentwicklungen zur Technologieadaption.
- Technologienehmer können bereits existierendes Know-how nutzen und sind, in Kombination mit der durch den Broker geleisteten Beratung, in der Lage, neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Innovationsaufwendungen bleiben überschaubar und Entwicklungsrisiken werden minimiert.
Wie unmittelbar Weltraumtechnologien in der heutigen Wirtschaft Anwendung finden, wird auf der diesjährigen „International Exhibition of Inventions“ in Genf deutlich. Vom 09. – 13. April 2025 nutzt die ESA die Veranstaltung in Genf, um das erfolgreiche 35-jährige Bestehen des Technology Brokers zu feiern. Als aktuelles Beispiel für einen erfolgreichen Technologietransfer mit vor Ort in der Schweiz: Die terraplasma GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Garching bei München bietet innovative Kaltplasma-Lösungen und -Technologien in Bereichen, in denen Bakterien, Pilze, Viren, Sporen, Allergene und Geruchsmoleküle dauerhaft inaktiviert werden müssen.
Die neuste Entwicklung des innovativen Unternehmens: Phlas® – ein Skin Care-Gerät für Endverbraucher, welches Kaltplasmatechnologie aus der Raumfahrt nutzt, um die menschliche Haut im Kampf gegen Pickel, Akne und Entzündungen zu unterstützen.
Die Technologie hinter Phlas® basiert auf der Plasmaforschung, welche aus der Raumfahrt kommt. Für die Grundlagenforschung wurde ein plasmaphysikalisches Experiment entwickelt, welches nur auf der Internationalen Raumstation ISS in Schwerelosigkeit möglich ist. In dem Plasmakristallexperiment wurden kalte Plasmen mit Partikeln versetzt und untersucht.
Die Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Dr. Gregor Morfill des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik waren für die ersten Experimente auf der Station verantwortlich. Mit Hilfe des ESA Technology Brokers konnte diese Wissensgrundlage aus dem Weltraum für den praktischen Einsatz auf der Erde zur Verfügung gestellt werden.
Weitere Informationen zur terraplasma GmbH finden Sie auf der Website des Unternehmens. Weitere Beispiele für erfolgreiche Technologietransfers finden Sie online.
Bei technologischen Engpässen lohnt sich für Unternehmen also ein Blick ins All – oder auf die Website des deutschen ESA Technologie Brokers. Dort finden Interessierte eine Auswahl von Technologien aus der Raumfahrt. Dort gibt es auch die Möglichkeit mit dem für Deutschland zuständigen Broker in Kontakt zu treten, um technologische Bedarfe zu übermitteln und mögliche Lösungen aus der Raumfahrt zu erhalten.
Die EurA AG ist eine internationale Innovationsberatung und zählt zu den führenden Beratungshäusern für Forschung, Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte. Zu den Mandanten zählen Unternehmen aller Größenordnungen und Branchen, Forschungseinrichtungen und Kommunen. EurA begleitet die Klienten dabei, Ideen für Innovationen zu generieren, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und diese international zu vermarkten. Der Hauptsitz der EurA AG befindet sich seit der Firmengründung 1999 in Ellwangen und stellt mit Niederlassungen in ganz Deutschland sowie in Portugal, Belgien und Bulgarien Kundennähe sicher.
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