Fahrzeugbau / Automotive

TU Ilmenau und Stadt Ilmenau starten MOVEwell-Projekt zur bessere Erreichbarkeit zwischen den Thüringer Landkreisen

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts P:Mover der Stadt Ilmenau, des Thüringer Innovationszentrums Mobilität an der Technischen Universität (ThIMo) und der beiden Wirtschaftsunternehmen Funkwerk Systems GmbH und Ginger Lehmann+Partner GmbH fließen die Erfahrungen aus dem Einsatz des hochautomatisierten Ilmenauer Forschungsfahrzeugs nun in das nächste Vorhaben ein: Vorrangige Ziele des Forschungsprojekts „Mobilitätsverbund werthaltige ländliche Lebensräume“ (MOVE-well) sind die bessere Erreichbarkeit zwischen den Thüringer Landkreisen, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Mobilitätskonzepte, gerade auch für den ländlichen Raum, und ein Thüringer Leitbild für nachhaltige Mobilität. Das Projekt erhielt im Herbst 2024 als eines von vier Konzepten eine Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das interkommunal angelegte Projektkonsortium wird durch den European Digital Innovation Hub Thuringia an der Bauhaus-Universität Weimar koordiniert.

Das Projekt ist Teil einer ganzen Projektfamilie, in der das ThIMo gemeinsam mit seinen Forschungs- und Entwicklungspartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, ÖPNV-Unternehmen sowie Thüringer Landkreisen und Städten innovative Mobilitätslösungen für ländlich geprägte Räume entwickelt. „Mit den in Thüringen vorhandenen Kompetenzen und technologischen Möglichkeiten wollen wir gemeinsam eine Leitfunktion für autonomes Fahren im öffentlichn Personennahverkehr in ländlichen Räumen einnehmen“, sagte Prof. Matthias Hein, Leiter des Thüringer Innovationszentrums Mobilität.

Einen Beitrag dazu liefern die Erkenntnisse aus dem vorangegangenen Projekt P:Mover. Dabei wurde das Forschungsfahrzeug bis Ende des vergangenen Jahres für zwei Pilotstrecken im Stadtgebiet im hochautomatisierten Betrieb trainiert. Zu den technischen Herausforderungen zählte unter anderem das Überqueren zweier Ampelkreuzungen auf einer der viel befahrenen Hauptverkehrsachsen in Ilmenau. Neben komplexen Verkehrssituationen und Kreuzungen werden außerdem deutlich höhere Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h möglich, sodass das Fahrzeug im üblichen innerstädtischen Tempo unterwegs ist. Daran anknüpfend wird derzeit ausgelotet, inwieweit das Fahrzeug auch in das Projekt MOVEwell praktisch einbezogen werden kann.

Zur Ilmenauer Projektfamilie gehört ebenso der Campusbus Ilmenau (CAMIL). Dabei wurde erstmals in Thüringen hochautomatisiertes Fahren in den Linienfahrplan eines Verkehrsbetriebes eingebunden. Entsprechend geltendem Recht bieten diese Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen zunächst nur eingeschränkte Automatisierungsfunktionen bei geringer Fahrgeschwindigkeit. Trotzdem liefert CAMIL wertvolle Erkenntnisse – nicht nur in Bezug auf wissenschaftlich-technische Aspekte, wie den elektrischen Antrieb, die sensorische Wahrnehmung des Fahrumfeldes oder die funktechnische Vernetzung, sondern auch hinsichtlich des routinemäßigen Betriebs und der Akzeptanz durch die Fahrgäste. Dieser nicht ausschließlich wissenschaftliche Erfahrungsgewinn wird ebenso in MOVEwell von Nutzen sein, wie die Ergebnisse aus dem Projekt P:Mover.

„Ich freue mich sehr darüber, dass im Thüringer Innovationszentrum Mobilität weiter intensiv an Mobilitätskonzepten für den ländlichen Raum gearbeitet wird und dass wir dazu Erfahrungen aus unserem gemeinsamen Projekt beisteuern können. Für unsere Bürgerinnen und Bürger bedeutet das gerade im Bereich der Mobilität einen Mehrwert, wenn die heutigen Forschungsanstrengungen in praxistaugliche Alltagsanwendungen münden“, sagte Ilmenaus Oberbürgermeister Daniel Schultheiß.

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