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Arbeitsunfähigkeit per Telefon ausgeweitet
Niedergelassene Ärzte können Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache nunmehr bis zu 14 anstatt vormals sieben Tage krankschreiben. Die AU-Bescheinigung kommt dann entweder per Post oder kann nach Rücksprache in der Arztpraxis abgeholt werden. Um dem Aufwand möglichst gering zu halten und soziale Kontakte in Corona-Zeiten zu minimieren, können Versicherte der BARMER die Krankschreibung fotografieren und über die BARMER-App der Kasse zusenden. Telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsproblemen Die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung besteht bei Patienten, die leichte Symptome einer Erkrankung der oberen Atemwege zeigen, auch wenn bei ihnen ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus abgeklärt werden muss. Damit wurde eine seit Anfang März bestehende…
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Corona-Pandemie: Warnung vor angeblichen Medikamenten gegen Covid-19
In der Corona-Krise werben diverse Internetseiten mit vermeintlichen Arzneimitteln, die Infizierten Heilung versprechen. Die BARMER warnt eindringlich davor, auf diese Versprechen hereinzufallen und die angebotene Ware zu kaufen. „Es gibt noch keine zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19. Erste Medikamente befinden sich bisher im Versuchsstadium. Bei den Internetangeboten handelt es sich um Produkte, die keinen wissenschaftlich erwiesenen Nutzen gegen Covid-19 haben“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der BARMER. Schlimmstenfalls könnten solche Mittel sogar schädlich sein, indem sie zum Beispiel unerwünschte Wechselwirkungen mit zugleich eingenommenen Arzneimitteln hervorriefen. Bei einer Covid-19-Erkrankung stünden bisher nur Arzneimittel zur Behandlung der Symptome wie Fieber und Husten zur Verfügung. Daher habe auch die Europäische Arzneimittel-Agentur unlängst…
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Corona-Krise: Die Deutschen fühlen sich gut informiert
Die Mehrheit der Deutschen ist mit der Aufklärungsarbeit in Sachen Coronavirus zufrieden. Sie fühlt sich beispielsweise gut darüber informiert, wie sich eine Infektion mit dem Coronavirus vermeiden lässt. Das hat eine repräsentative BARMER-Umfrage unter 1.200 Bundesbürgern im Zeitraum vom 9. bis 13. März ergeben. Lediglich knapp jeder Dritte (31 Prozent) nimmt das Coronavirus als eine Bedrohung wahr. „59 Prozent der Befragten fühlen sich laut der Umfrage voll und ganz beziehungsweise weitestgehend über die Regeln zur Vermeidung von Ansteckungen informiert. Das ist gut so. Allerdings gilt es, auch die anderen Menschen abzuholen. Alle sollten über dieses Wissen verfügen, um sich entsprechend präventiv zu verhalten, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird“,…
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Handlungskatalog von Bund und Ländern
Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und der von Bund und Ländern vorgesehenen drastischen Einschränkung des öffentlichen Lebens schließt die BARMER ihre bundesweit rund 400 Geschäftsstellen. „Als große Krankenkasse mit rund 9 Millionen Versicherten und 15.000 Mitarbeitern stehen wir in der besonderen Verantwortung, einen Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu leisten und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub. Für den Kundenservice stünden zahlreiche alternative Kontaktwege zur Verfügung. Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung werde über das Telefon, via E-Mail und Internet gewährleistet. Sollte in Einzelfällen trotzdem eine persönliche Beratung vor Ort erforderlich sein, könne nach vorheriger telefonischer Absprache ein Termin in einer Geschäftsstelle vereinbart werden.…
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Bei leichten Atemwegserkrankungen
Seit wenigen Tagen können niedergelassene Ärzte Patienten nach telefonischer Rücksprache bis maximal sieben Tage arbeitsunfähig schreiben. Gedacht ist diese Vereinfachung für Fälle von leichten Erkrankungen der oberen Atemwege, also zum Beispiel grippale Infekte, nicht aber bei begründetem Verdacht auf eine Infektion durch das Coronavirus. Darauf weist die BARMER mit Blick auf eine Vereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland hin. Diese Regelung gelte seit dem 9. März zunächst für vier Wochen. Damit sei eine der gegenwärtigen Situation angepasste und vor allem die Hausarztpraxen entlastende Lösung rasch umgesetzt worden. Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit kommt per Post Patienten könnten demnach in der Arztpraxis anrufen. Bei diesem Gespräch…
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BARMER-Arztreport 2020
Immer mehr Menschen in Deutschland benötigen eine Psychotherapie. Allein im Jahr 2018 suchten 3,22 Millionen Personen einen Therapeuten auf und damit 41 Prozent mehr als in 2009. Um den Betroffenen schneller zu helfen, wurde im Jahr 2017 die Psychotherapie-Richtlinie reformiert. Auch wenn die Wartezeit bis zu einer Psychotherapie kürzer geworden ist, muss jeder dritte Patient mindestens einen Monat und fast jeder zehnte sogar mehr als drei Monate auf einen Therapieplatz warten. Zudem kritisiert jeder Dritte die Ergebnisse der Therapie. Das geht aus dem BARMER-Arztreport hervor, den die Krankenkasse am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. „Die Reform der Psychotherapie-Richtlinie hat zwar den Zugang zu psychotherapeutischer Ersthilfe erleichtert, reicht aber nicht aus.…