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Die Sonne scheint nicht nur im Süden
Die Leistungsfähigkeit von Solarmodulen ist heute wichtiger als die Dachausrichtung und Dachneigung. Während lange Zeit die Dachausrichtung nach Süden als einzig sinnvolle Dachfläche für die Nutzung der Sonnenkraft angesehen wurde, sind mit modernen Solaranlagen auch Dachausrichtungen in Ost-West-Ausrichtung und relativ geringe Dachneigungen geeignet, um Solarstrom per Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) zu produzieren oder die Heizungsanlage mit Solarthermieanlagen zu unterstützen. Ein Maßstab für die Leistung eines Solarmoduls einer PV-Anlage ist die Nennleistung unter standardisierten Bedingungen (STC = Standard Test Conditions). Sie wird oft auch in kWp definiert – also der Ertrag in kW als Spitzenwert. Ein Solarmodul mit einer Nennleistung von 330 Wp kann also bis zu 330 W Strom erzeugen. Nächster Einflussfaktor…
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Home-Office anstatt Home-Sauna
Während Carl Spitzwegs „Armer Poet“ eher unter Zugluft und einem undichten Dach leiden musste, liegt das Problem der Nutzbarkeit von Dachräumen in Zeiten des Klimawandels eher im Bereich der Dämmung gegen Wärme und Kälte. Der Landesinnungsverband des Bayerischen Dachdeckerhandwerks warnt daher ausdrücklich vor Do-it-Yourself bei Dämmmaßnahmen: Eine unzureichende Wärmedämmung macht nicht nur die Nutzung des Dachgeschosses als Wohn- und Arbeitsraum in vielen Fällen annähernd unzumutbar, wenn im Sommer saunaähnliche Temperaturen herrschen. Eine mangelhafte Dämmung schließt in vielen Fällen auch von vornherein die wirtschaftliche Nutzung einer Wärmepumpe als nachhaltige Heizung im Winter aus. Wie gut ein Haus oder Gebäudeteil gedämmt ist, dokumentiert der „Wärmedurchgangskoeffizient“ (U-Wert). Er definiert, wieviel Wärme je Quadratmeter…
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„Ob die Energiewende gelingt, entscheidet sich nicht im Heizungskeller“
Nicht das Gebäude muss zur Heizung passen – sondern die Heizung zum Gebäude. Die Energie- und Wärmewende kann nur gelingen, wenn vor dem Wechsel des Heizsystems am Gebäude die energetischen Voraussetzungen geschaffen wurden. Das betont A. Ewald Kreuzer, Landesinnungsmeister des Bayerischen Dachdeckerhandwerks. Rund 250 Dachdeckerinnen, Dachdecker sowie Vertreter des Baustoffhandels und der Bedachungsindustrie werden von Freitag, 7. bis Sonntag, 9. Juli 2023, am 115. Landesverbandstag des Bayerischen Dachdeckerhandwerks im Werksviertel im Münchener Osten erwartet. Ausrichter dieses Verbandstags ist die Dachdecker-Innung München-Obb, die gleichzeitig ihren 120. Geburtstag feiert. Energiewende: Ohne Dachdecker läuft es nicht Bevor eine neue Heizung in einem Haus installiert wird, müssen erst die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass…
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Ein Lastzug voller Dach-Hilfe aus Bayern für die Ukraine
Um die Not der Menschen in der Ukraine zu lindern und schon jetzt ein Zeichen für den Wiederaufbau zu setzen, spendeten Bayerns Dachdecker jetzt einen ganzen Lastzug voller Werkzeuge und Material. Nach dem Umbau und der Sanierung der Staatlichen Berufsschule in Waldkirchen im Bayerischen Wald wurden beim KPZ Kompetenzzentrum Dachtechnik Waldkirchen e. V., dem überbetrieblichen Aus- und Weiterbildungszentrum des Bayerischen Dachdeckerhandwerks, dort eine Vielzahl von Arbeitsmittel neu erworben. Für eine sinnvolle Weiterverwendung der nicht mehr benötigten Ausstattung setzte sich das gesamte Team des KPZ ein. Und bald war eine Idee geboren: Im Frühjahr kontaktierte Mario Kunzendorf als Vorstandsmitglied des Bayerischen Dachdecker-Landesinnungsverbands die Organisation Space-Eye (https://space-eye.org) und regte die Material- und…
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Wenn die Wände Blumen tragen
Je mehr gebaut wird, desto wichtiger ist es, einen Ausgleich für die versiegelten Flächen zu schaffen. Deshalb schreiben immer mehr Kommunen in ihren Bauordnungen die Begrünung von Dächern vor oder fördern die Dachbegrünung mit eigenen Programmen und Anreizen. Ein Ausgleich für die Versiegelung kann aber nicht nur auf den horizontalen Flächen der Dächer, sondern auch an den vertikalen Wandflächen entstehen. Wie bei der Dachbegrünung schaffen auch hier Dachdecker-Fachbetriebe die Voraussetzungen für die „Natur am Bau“. Die Fassadenbegrünung bietet zunächst den Vorteil, dass die Wandflächen durch den davor liegenden Pflanzenbewuchs geschützt werden – bei Starkregen ebenso wie vor der direkten UV-Einstrahlung. Je nach Bepflanzung wird die Einstrahlung um bis zu 80…
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Mit dem Warten nicht länger warten
Autos und Fahrräder werden meist nur für wenige Minuten oder Stunden pro Tag genutzt. Dennoch ist für deren Besitzer die Pflege eine Selbstverständlichkeit. Ob es das Ölen der Kette beim Fahrrad oder der meist jährliche Service mit Ölwechsel beim Auto ist. Das Dach des Hauses wird jedoch 24 Stunden pro Tag und 365 Tage im Jahr genutzt. Und dennoch erwarten immer noch viele Immobilienbesitzer und Hausverwaltungen, dass ein Dach auch ohne regelmäßige Wartung immer „funktioniert“. Spätestens wenn erste schwarze Stockflecken oder Wasserränder rund um Dachfenster sichtbar werden, wenn Feuchtigkeitsspuren in der Dachschräge oder der Zimmerdecke zu sehen sind, wird der Ruf nach dem Dachdeckerbetrieb laut. Die Empfehlung des Bayerischen Dachdeckerhandwerks,…
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Klimaschutz: „Genug geredet – anpacken“
Manche Menschen diskutieren noch immer darüber, ob der Klimawandel menschengemacht oder eine wiederkehrende Periode in der Erdgeschichte ist. Kay Preißinger vom Bayerischen Dachdeckerhandwerk beteiligt sich nicht an dieser Diskussion, sondern sucht Lösungen. Menschengemachte Lösungen. „Als Alternative zu Protesten gegen die Klimapolitik bieten wir Dachdecker die Möglichkeit, sich im aktiven Klimaschutz ausbilden zu lassen“, so Preißinger. Denn entgegen der weit verbreiteten Meinung, Dachdecker würden nur Ziegel auf Dächer auflegen, ist der Klimaschutz von jeher das Aufgabengebiet dieses Gewerks. Dienten Dächer einst „nur“ als Schutz vor dem Wetter (und langfristig vor Klimaauswirkungen) ist das Dachdeckerhandwerk inzwischen das Fachgewerk für die gesamte Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. So sorgen Dachdecker-Fachbetriebe dafür, dass Dächer optimal…
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Die billigste Energie ist die Energie, die nicht verbraucht wird
Während viele Hausbesitzer und Hausverwaltungen auf die „noch bessere“ Förderung von Wärmedämm-Maßnahmen warten, verschenken sie bares Geld. Denn Energie – ob Öl, Gas, Pellets oder Strom – wird kaum billiger werden. Dabei ist die billigste Energie genau die Energie, die nicht verbraucht wird. Der Maßnahmenkatalog zum Energiesparen ist beim Haus (und beim Dachdecker-Fachbetrieb) nicht auf die Dämmung im Dachbereich begrenzt. Weil warme Luft nach oben steigt, ist es sinnvoll, das Dach – bei ungenutzten Dachräumen mindestens die oberste Geschossdecke – wärmezudämmen. Bei Dämmung der oberen Geschossdecke sollte auch beachtet werden, dass die Zugtreppe, die meist den Zugang zum Speicher ermöglicht, nicht als „Schlupfloch“ für entweichende Wärme verbleibt. Grundsätzlich gibt es…
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„Dachdecker von substanzieller Bedeutung für den Klimaschutz“
Der langjährige Kaufmännische Leiter des Bayerischen Dachdeckerhandwerks Landesinnungsverband (LIV Bayern) Thorsten Meyerhöfer ist mit Beginn des Jahres 2023 zum Geschäftsführer ernannt worden. Der 42-jährige gelernte Bankkaufmann und studierte Betriebswirt startete 2009 seine Arbeit in der Geschäftsstelle des LIV Bayern in München. Neben seiner Funktion als Kaufmännischer Leiter war und ist Meyerhöfer Ansprechpartner für die betriebswirtschaftliche und arbeitsrechtliche Beratung der rund 450 Mitgliedsbetriebe im Bayerischen Dachdeckerhandwerk. Maßgeblich war er an der Planung und Realisation des Wohnheims für Dachdecker-Azubis im niederbayerischen Ausbildungszentrum KPZ Dachtechnik Waldkirchen e. V. beteiligt. „Das Dachdeckerhandwerk wird in Zukunft von substanzieller Bedeutung für das Erreichen der Klimaschutzziele sein“, ist sich Thorsten Meyerhöfer sicher. Der zweifache Vater und engagierte…
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Bayerisches Dachdeckerhandwerk: Seit 1. Januar 2023 erhebliche Steuervorteile für PV-Anlagen
„Ein richtiger Schritt für die Energiewende“, freut sich Kay Preißinger, stellvertretender Landesinnungsmeister des Bayerischen Dachdeckerhandwerks. Sein Grund zur Freude ist das Jahressteuergesetz 2022, in dem festgelegt wurde, dass die Lieferung und Montage von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung auf dem Dach und an der Fassade von einem enormen Steuervorteil profitieren: Ein neuer Umsatzsteuersatz von 0 Prozent wurde dafür eingeführt. Und dieser Steuersatz gilt sowohl für alle PV-Anlagenkomponenten einschließlich Stromspeichern sowie für die Montage an Dach und Wand durch den Dachdecker-Fachbetrieb und den Anschluss ans Haus- oder öffentliche Stromnetz durch den kooperierenden Elektrobetrieb. Der neue Steuersatz von 0 Prozent erlaubt den ausführenden Betrieben wie bisher die Geltendmachung der von ihnen beim Einkauf bezahlten…