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Bestandsaufnahme: Das sind die wichtigsten Versicherungspolicen
Wichtigste Regel: Existenzielle Risiken abdecken Bevor Sie sich mit einzelnen Policen im Detail beschäftigen, verschaffen Sie sich am besten einen Überblick, ob Sie überhaupt über alle essenziellen Versicherungen verfügen. Versicherungsschutz ist immer individuell. Jeder hat andere Risiken abzusichern. Doch eine Faustregel gilt immer: Unkalkulierbare Risiken, die die finanzielle Existenz im Schadensfall bedrohen, sollten unbedingt versichert sein. Fragen Sie sich vor Abschluss einer Police, ob Sie einen Schaden, den die Versicherung abdeckt, aus eigener Tasche bezahlen könnten, ohne dabei bankrott zu gehen. Gehen Sie dabei vom schlimmsten anzunehmenden Szenario aus. Wenn Sie die Frage mit „Ja“ beantworten, können Sie vermutlich auf diese Police verzichten. Wenn Sie mit „Nein“ antworten, schließen Sie…
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Alternative: So funktionieren Online-Therapien
Inzwischen gibt es immer mehr Angebote zu Online-Therapien. Darunter versteht man digitale Gesundheitsanwendungen, die Sie über das Internet nutzen können. Sie sind durchaus von guter Qualität, einige sind zertifiziert. Der Vorteil solcher digitalen Lösungen zur Selbsthilfe: Es gibt keine Wartezeit. Allerdings darf man nicht erwarten, hier die schnelle Hilfe für alle Arten psychischer Erkrankungen zu erhalten. Auch nicht jeder kommt damit zurecht, alleine am PC oder Tablet in Eigeninitiative an sich zu arbeiten. Die Programme eignen sich zur Unterstützung und Begleitung einer Psychotherapie, während der Wartezeit auf einen Therapieplatz, zur Prävention einer psychischen Erkrankung oder auch zur Nachsorge nach einer Therapie, betont Gesundheitsexpertin Silke Möhring von der Verbraucherzentrale Hessen. Viele…
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Psychotherapeut privat bezahlen: So funktioniert die Kostenerstattung
Wenn sich gar kein Therapeut finden lässt, erlauben die Kassen in Ausnahmefällen die Abrechnung per Kostenerstattung: Mit Genehmigung der Kasse können Sie einen Psychotherapeuten ohne Kassenzulassung aufsuchen, etwa eine Privatpraxis. Das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung, die Sie unbedingt im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse absprechen sollten. Die Ausnahmeregelung ist gesetzlich verankert, sie muss aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um zum Einsatz zu kommen: Sie haben als Patient oder Patientin die verpflichtende psychotherapeutische Sprechstunde wahrgenommen, in der psychotherapeutischen Sprechstunde wurde der Bedarf einer Behandlung festgestellt (Formular PTV-11 ausfüllen) Sie finden nachweislich keinen Therapeuten, auch die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Bundesvereinigung kann keine zumutbaren freien Termine bieten und Ihre Behandlung kann nicht aufgeschoben werden.…
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Dauerproblem Wartezeit – so finden Sie einen Therapeuten
Haben Sie eine psychotherapeutische Sprechstunde wahrgenommen und Ihnen wird eine Kurzzeit- oder Langzeittherapie empfohlen, geht die Suche nach einem Therapeuten oder einer Therapeutin los. Freie Therapieplätze sind Mangelware. Gerade in ländlichen Gegenden kann es zu langen Wartezeiten kommen, oft bis zu Monaten. Vielleicht haben Sie aber ja auch Gück und können einen freien Platz in der Praxis ergattern, in der Sie bereits die psychotherapeutische Sprechstunde wahrgenommen haben. Es gibt verschiedene Wege, einen Therapeuten zu finden. Erster Ansprechpartner kann der Hausarzt sein, der möglicherweise jemanden vermitteln kann. Außerdem können Sie auf Suchdienste im Internet zurückgreifen, Kontakte finden Sie am Ende des Textes. Auch Ihre Krankenkasse hilft bei der Suche, sie sollten…
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Psychotherapie per Video
Was während der Corona-Pandemie einen Anfang nahm und bis dahin als Ausnahme galt, ist inzwischen etabliert: Seit dem 1. Januar 2025 können fast alle psychotherapeutischen Behandlungen auch per Video erfolgen. Dazu gehören auch die psychotherapeutische Sprechstunde und die probatorischen Sitzungen. Voraussetzung ist, dass der Therapeut oder die Therapeutin dies anbietet und aus therapeutischen Gründen nichts dagegen spricht. Allerdings gilt eine Obergrenze für die jeweilige Praxis: Ärzte und Psychotherapeuten können bis zu 50 Prozent ihrer Patienten im Quartal ausschließlich im Rahmen einer Videosprechstunde versorgen, das gilt für bekannte wie auch unbekannte Patienten. Sollte eine Praxis also keine Videosprechtunde anbieten können, kann das auch daran liegen, dass das Kontigent ausgeschöpft ist. Zu…
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So lange dauert eine Psychotherapie: Kurzzeit- und Langzeittherapie
Eine Richtlinientherapie dauert in der Regel mehrere Monate. Eine Behandlungseinheit dauert in der Regel 50 Minuten und Sitzungen finden meist ein bis zweimal die Woche statt. In Frage kommt eine Kurzzeittherapie oder eine Langzeittherapie Kurzzeittherapie: Eine Kurzzeittherapie kann nach der psychotherapeutischen Sprechstunde beziehungsweise nach den probatorischen Sitzungen beginnen und umfasst bis zu 24 Therapieeinheiten: Sie besteht aus zweimal zwölf Behandlungseinheiten – die zweiten zwölf Einheiten kommen in Frage, wenn das erste Stundenkontingent nicht ausgereicht hat. Die überwiegende Mehrheit der Patienten kann mit solchen Kurzzeittherapien erfolgreich behandelt werden. Sollte dies nicht ausreichen, kann die Kurzzeittherapie in eine Langzeittherapie umgewandelt werden. Die Kurzzeittherapie muss von der Kasse genehmigt werden. Langzeittherapie: Eine Langzeittherapie…
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Schnelle Hilfe: Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung
Bevor Sie als Patientin oder Patient eine Richtlinientherapie beginnen können, müssen Sie die psychotherapeutische Sprechstunde besucht haben. Diese Sprechstunde ist ein Erstgespräch. Jeder Therapeut mit Kassenzulassung ist verpflichtet, ein bestimmtes wöchentliches Zeitkontingent dafür anzubieten. In der Sprechstunde bespricht der Patient mit dem Therapeuten die Beschwerden, so dass dieser einschätzen kann, ob eine Behandlung notwendig ist. Manchmal sind vielleicht auch andere Hilfsangebote wie eine Familienberatung oder eine Selbsthilfegruppe besser geeignet. Die psychotherapeutische Sprechstunde ist ein niedrigschwelliges Angebot, das Patienten einen zügigen Einstieg in eine psychotherapeutische Beratung beziehungsweise Behandlung ermöglichen soll. Bis zu sechs solcher Termine à 25 Minuten (es können auch Termine zusammengelegt werden) können Sie als Patient oder Patientin wahrnehmen,…
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Psychotherapie: Diese Behandlungen erstattet die gesetzliche Krankenkasse
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten ambulante und stationäre Psychotherapie in vollem Umfang. Bedingung ist, dass Kassenpatienten bei einer ambulanten Therapie einen Psychotherapeuten mit Kassenzulassung aufsuchen. Zudem muss eine psychische Störung vorliegen, die den Patienten „krank macht“, etwa Depressionen, Zwänge, Angststörungen oder eine Suchterkrankung. Um welche Art von Störung es sich handelt, stellt der Psychotherapeut fest. Wichtig: Ehe- oder Familientherapien werden nicht erstattet, ebenso keine allgemeinen Lebens- oder Sexualberatungen. Derartige Hilfestellungen müssen Sie privat bezahlen. Die Familienberatungsstellen in den Kommunen bieten unter Umständen in begrenztem Umfang kostenlose Hilfe an bei Ehe- oder Familienproblemen. Diese Psychotherapien erstatten die Kassen Die Kassen erstatten Kosten für sogenannte Richtlinientherapien. Dazu gehören: Verhaltenstherapie Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie Psychoanalytische…
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So finden Sie therapeutische Hilfe
Wenn die Seele dauerhaft krank ist, ist Hilfe angesagt. Depressionen, Burn-Out oder Angstzustände sind genauso wie eine Erkältung und Rückenleiden behandlungsbedürftig. Die Krankenkassen übernehmen umfangreich Kosten für verschiedene Arten von Psychotherapien. Allerdings hat es sich inzwischen herumgesprochen – und mancher hat es möglicherweise auch leidvoll erfahren –, dass die Wartezeiten, um einen Therapieplatz zu erhalten, sehr lang sind, zuweilen bis zu sechs Monate oder sogar länger. Das trifft insbesondere auch Kinder und Jugendliche, die zunehmend starken Therapiebedarf haben – vor allem seit der Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund spielt das Thema Kostenerstattungsverfahren eine große Rolle: Die Möglichkeit, einen Therapeuten oder eine Therapeutin ohne Kassenzulassung, also in einer Privatpraxis, aufzusuchen und sich…
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Geldanlage: Investieren in ausländische Aktien
Viele Anlegende in Deutschland kaufen nicht nur Fonds, ETFs oder Zertifikate. Nicht wenige haben auch einzelne Aktien von Unternehmen in ihrem Wertpapierdepot, darunter auch von Unternehmen aus dem Ausland. Nun ist der Kauf von Einzelaktien hochriskant. Häufig holen sich private Anlegerinnen und Anleger damit ein Klumpenrisiko in ihr Portfolio, wenn sie sich gemessen an ihrem Gesamtvermögen mit unverhältnismäßig viel Geld vom Wohl und Wehe einzelner Unternehmen abhängig machen. Wer trotzdem ausländische Einzelaktien als Beimischung in seinem Depot hat, fragt sich womöglich, welche steuerlichen Folgen das hat – deshalb hier die wichtigsten Fragen und Antworten. Wann ist die Quellensteuer bei der Anlage in ausländische Aktien fällig? Egal, ob Sie Aktien von…