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Was bringt ein Wechsel der Steuerklassen?
Ein Wechsel der Steuerklassen ist bis 30. November rückwirkend für das gesamte Jahr möglich. Das kann sich lohnen, wenn sich bei zusammenveranlagten Paaren die Einkommensverhältnisse ändern oder wenn einer der Ehepartner im Folgejahr in Elternzeit geht oder arbeitslos wird. Wechselt der oder die geringer Verdienende von Steuerklasse V in Steuerklasse III, wirkt sich das bei der Berechnung von Arbeitslosengeld oder Elterngeld positiv aus, da das Nettoeinkommen mit Steuerklasse III höher ausfällt. „Wer Kinder plant, sollte den Wechsel möglichst früh vollziehen, da für die Berechnung des Elterngelds ein Zeitraum von zwölf Monaten maßgebend ist“, sagt Polz. Unverheirateten Paare, die ohnehin heiraten möchten, sollten dies lieber im Dezember als im Januar tun:…
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Wie lassen sich Spenden noch schnell absetzen?
Spenden lassen sich als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung absetzen. Wer 2025 noch in einer Last-Minute-Aktion spendet, kann deshalb ebenfalls Steuern sparen. Beispiel: Sie spenden an eine anerkannte gemeinnützige Organisation 500 Euro, sodass das Geld noch 2025 auf dem Konto des Empfängers eingeht. Ihr persönlicher Steuersatz beträgt 30 Prozent – das ergibt eine Steuerersparnis von 150 Euro. Normalerweise fragt das Finanzamt bei Spenden nicht nach. Falls ein Beamter aber doch nachhaken sollen, reicht als Nachweis bei Spenden bis 300 Euro der Kontoauszug aus. „Bei höheren Beträgen muss eine Spendenquittung des Empfängers vorliegen“, sagt Experte Polz. Er rät, Spenden in der Steuererklärung einzeln aufzuführen, weil dies für die Sachbearbeiter im Finanzamt plausibler…
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Was ist mit haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen?
Für haushaltnahe Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten im und ums Haus, etwa für Reinigungskräfte oder die Gartenpflege, für einen Elektriker oder eine Malerin, können Sie 20 Prozent der reinen Arbeitskosten steuerlich geltend machen. Das gilt jedoch nicht unbegrenzt: Bei haushaltsnahen Dienstleistungen liegt die Obergrenze bei 4.000 Euro pro Jahr, bei Handwerkerleistungen bei 1.200 Euro. Erhalten Sie in diesem Jahr Rechnungen für solche Arbeiten, die spätestens im Januar bezahlt werden müssen, können Sie Ihre Steuerlast für 2025 ebenfalls senken – sofern Sie noch in diesem Jahr überweisen. Das freut übrigens auch den Handwerker oder Ihre Putzhilfe. Voraussetzung: Sie haben die Obergrenze noch nicht ausgeschöpft. Sollten Sie hingegen den Höchstbetrag bereits erreicht haben, lohnt…
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Hilft mir auch die Homeoffice-Pauschale?
Die Homeoffice-Pauschale von sechs Euro pro Tag für maximal 210 Tage (insgesamt 1.260 Euro) gilt auch für 2025, egal wie Ihr Arbeitsplatz ausgestattet ist oder wie groß er ist. Die Pauschale zählt ebenfalls zu den Werbungskosten. Wenn Sie also prüfen, ob Sie den Pauschbetrag von 1.230 Euro überschreiten, sollten Sie die Homeoffice-Pauschale mit einrechnen. Falls das Finanzamt nach Belegen fragt, dass Sie tatsächlich zu Hause gearbeitet haben, helfen als Nachweis Kalendereinträge oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers. Wer die Homeoffice-Pauschale nutzt, sollte jedoch darauf achten, diese Homeoffice-Tage von den Arbeitstagen abzuziehen, für die die Pendlerpauschale geltend gemacht wird. Wer hier falsche Angabe macht, fällt dem Finanzamt schnell auf, warnt Polz. Firmenkontakt…
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Was ist, wenn ich Arbeitsmittel nur teilweise beruflich nutze?
Wird ein Arbeitsgerät auch privat genutzt, ist grundsätzlich nur ein anteiliger Abzug möglich. Die Lohnsteuerhilfe Bayern (Lohi Bayern) warnt aber: „Eine angestellte Friseurin oder ein Lagerarbeiter werden dem Finanzamt die berufliche Nutzung kaum darlegen können, in allen kaufmännischen, grafischen oder lehrenden Berufen ist das jedoch plausibel.“ Dabei sei eine gewisse private Mitnutzung erlaubt. Steuerpflichtige müssen das Gerät aber mindestens zu zehn Prozent beruflich nutzen, „damit ein Absetzen überhaupt machbar ist“. Dies treffe bereits zu, „wenn ab und zu E-Mails abgerufen und beantwortet werden“. In der Regel akzeptieren die Finanzämter eine hälftige berufliche Nutzung, „wenn es zum Berufsbild passt“, bei stark computeraffinen Berufen, wie bei IT-Fachleuten, Redakteurinnen oder Wissenschaftlern, sogar einen…
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Wann kann ich den kompletten Kaufpreis für ein Arbeitsmittel absetzen?
Arbeitsmittel wie Laptop, Smartphone oder ein neuer Bürostuhl lassen sich komplett als Werbungskosten absetzen, wenn diese nachweisbar ausschließlich beruflich genutzt werden. Die Kosten auf einen Schlag komplett geltend zu machen, war früher aber nur unter einer Voraussetzung möglich: Der Kaufpreis inklusive Mehrwertsteuer durfte den Betrag von 800 Euro nicht überschreiten. Lag der Kaufpreis darüber, musste dieser steuerlich über mehrere Jahre verteilt – also abgeschrieben – werden, wie es im Fachjargon heißt. Bei einem Laptop waren das drei Jahre. „Jetzt ist es aber möglich, für elektronische Arbeitsgeräte den Kaufpreis auf einen Schlag geltend zu machen, auch wenn sie mehr als 800 Euro gekostet haben“, sagt Marcus Polz, Steuerberater in der Kanzlei…
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Warum lohnt es sich, Werbungskosten zu bündeln?
Ausgaben für Arbeitsmittel – also für alles, was Sie benötigen, um Einkommen zu erzielen, etwa für Fachliteratur, die Fahrt zum Arbeitsplatz oder Berufskleidung – gelten als Werbungskosten. Diese werden jedoch im nächsten Steuerbescheid nur dann zusätzlich berücksichtigt, wenn Sie als Arbeitnehmer mit Ihren Ausgaben den Pauschbetrag für Werbungskosten in Höhe von 1.230 Euro im Jahr 2025 überschreiten. Der Grund: Der Pauschbetrag ist beim Abzug der Lohnsteuer, die Ihr Arbeitgeber für den Fiskus jeden Monat vom Gehalt abführt, bereits automatisch eingerechnet. Sie sollten daher prüfen, ob sich größere Anschaffungen, Weiterbildungskurse oder ausstehende Zahlungen noch in diesem Jahr bündeln lassen, um so den Pauschbetrag überschreiten zu können. Beispiel: 2025 summieren sich Ihre…
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So sparen Sie 2025 noch Steuern: Die besten Tipps für den Jahresendspurt
Wollen Sie dieses Jahr noch Steuern sparen? Möchten Sie nächstes Jahr mit Ihrem Steuerbescheid für 2025 mehr Geld vom Finanzamt zurückbekommen? Dann können die nächsten Wochen bis zum Jahresende entscheidend sein, um Ihre Steuerlast für 2025 zu senken. Für die Steuerbehörden kommt es in Deutschland nämlich nicht auf den Zeitpunkt der Leistung an, sondern darauf, wann Sie zum Beispiel Handwerker bezahlt, eine Geldspende geleistet oder einen Extrabeitrag in Ihre zusätzliche geförderte Altersvorsorge gesteckt haben. Werden die Ausgaben steuerlich diesem Jahr zugerechnet, können Sie dadurch Ihre Einkommensteuer je nach Höhe der Ausgaben um Hunderte oder Tausende Euro verringern. Aber nur wer rechtzeitig zahlt, schöpft seine Steuersparmöglichkeiten voll aus. Was aber müssen…
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Fazit: Tages- oder Festgeld?
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, da die Entscheidung letztlich von Ihren Sparzielen und Ihrem Zeithorizont abhängt. Wer zum Festgeld neigt, kann mit der Zinstreppe und dem Verteilen auf mehrere Laufzeiten einen guten Mittelweg wählen. Bei der Tagesgeldanlage gilt in jedem Fall: Bleiben Sie am Ball und prüfen Sie regelmäßig die Konditionen. Zahlen Sie das Geld ein, behalten die Zinsentwicklung sowie das Angebot der Banken aber nicht dauerhaft im Blick, verschenken Sie möglicherweise bares Geld. Es lohnt sich daher, etwa alle drei Monate die Zinsentwicklung zu überprüfen und sich über neue Konditionen bei den Banken zu informieren. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass derzeit noch unklar ist, wie sich…
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So viel Zinsen gibt es für langfristiges Festgeld
Je nach Zinsumfeld kann es durchaus Sinn ergeben, einen Teil der Ersparnisse auch länger als fünf Jahre zu bunkern – etwa für eine in einigen Jahren anstehende Sanierung am Eigenheim oder für die Anschaffung eines Autos. Vor rund zwei Jahren, bei einem EZB-Zins von 4,50 Prozent, dürfte die Wahl vielen Sparern leichtgefallen sein; sie konnten sich damals teils vier Prozent und mehr Verzinsung für Festgeld mit bis zu zehn Jahren Laufzeit sichern. Derzeit sieht die Situation anders aus, da die Verzinsung weniger üppig ausfällt und nur wenige Anbieter eine Drei vor dem Komma bei der Verzinsung anbieten. Die Folge: Sie gehen derzeit mit einem langfristigen Festgeld das Risiko ein, nicht…