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Projekt „EmsLand“: Aufwertung für die Auen
Das Projekt „EmsLand – Auenentwicklung an der Ems zwischen Salzbergen und Dörpen“ ist in die Umsetzung gestartet. Heute treffen sich Bundes- und Landesvertreter*innen mit den Beteiligten vor Ort, um sich über die weiteren Schritte zu informieren. Das Projekt wird im Förderprogramm Auen des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland gefördert und zählt mit einem Budget von 6,6 Millionen Euro zu den größeren bewilligten Projekten in diesem Förderprogramm. Teil des Programms ist die Besichtigung einer Maßnahmenfläche in der Mehringer Heide, die kürzlich vom Landkreis Emsland erworben wurde. An anderer Stelle ist die erste Maßnahme des Projekts begonnen worden: Am Wesuweer Schloot werden Strukturelemente wie Totholzbäume und kleinere Steinbänke als „Hindernisse“ angelegt. Dies ist…
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Kommunale Strategien für mehr biologische Vielfalt im städtischen Raum
Kommunen können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen: Die Grundlage dafür bilden Biodiversitätsstrategien, mit denen artenreiche Lebensräume mit natürlicher Dynamik geschaffen werden können. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMUV) fördern daher im Bundesprogramm Biologische Vielfalt die Entwicklung von kommunalen Biodiversitätsstrategien (KBS) in Neuburg am Inn, Darmstadt und Remscheid sowie die Umsetzung beispielhafter Maßnahmen mit insgesamt 472.000 Euro. Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Lebenswerte Städte mit besserer Luft, artenreichen Grünflächen und attraktiven Erholungsräumen sind für Mensch und Natur gleichermaßen wichtig. Damit eine lebendige und vielfältige Stadtnatur entstehen und bewahrt werden kann, fördern wir kommunale Biodiversitätsstrategien. So können alle Akteur*innen vor Ort eingebunden und Maßnahmen…
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Rettung für das Rebhuhn
Das Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern! Das Rebhuhn als Leitart für eine artenreiche Agrarlandschaft“ geht nach einer zweijährigen Planungsphase jetzt in die Umsetzung. Beteiligt sind neben dem Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V., der Universität Göttingen und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zwölf weitere lokale Projektpartner sowie engagierte und fachkundige Ehrenamtliche. Sie setzen in acht Bundesländern großflächig Maßnahmen für den Schutz des stark gefährdeten Rebhuhns um. Gefördert wird das bundesweite Vorhaben im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMUV) mit insgesamt rund 10 Millionen Euro. Dr. Alfred Herberg, Leiter des Fachbereichs „Schutz, Entwicklung und nachhaltige Nutzung von Natur und Landschaft“ im BfN, übergab bei…
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Mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft durch gemeinschaftliche Maßnahmen
Die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft ist stark gefährdet. Für ihren Schutz haben sich jetzt zehn Organisationen in einem Projekt in vier Modellregionen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Sachsen, zusammengetan. Sie wollen Instrumente entwickeln, mit denen deutschlandweit agrarökologische Maßnahmen effektiver umgesetzt, bestehende Ressourcen gebündelt und weitere Akteur*innen in die naturschutzorientierte Landbewirtschaftung eingebunden werden. Das Projekt „KoMBi – Kollektive Modelle zur Förderung der Biodiversität” wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesumweltministerium (BMUV) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit rund 9,2 Millionen Euro gefördert. Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Der Schutz biologischer Vielfalt in der Landwirtschaft gelingt, wenn die verschiedenen Akteure an einem Strang ziehen. Neben den Landwirtinnen und Landwirten sind lokale Naturschutzverbände…
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Mehr Artenvielfalt auf Grünlandflächen durch kraftfutterreduzierte Milchviehhaltung
Die Artenvielfalt auf Grünlandflächen lässt sich durch kraftfutterreduzierte, grünlandbetonte Milchviehhaltung verbessern. Das zeigt ein vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördertes Forschungsprojekt des Kasseler Instituts für ländliche Entwicklung e. V. und der Georg-August-Universität Göttingen. Von dem Produktionssystem profitiert nicht nur die Biodiversität, für die Betriebe ergeben sich auch ökonomische Vorteile. Milchviehbetriebe bewirtschaften hierzulande einen Großteil der Dauergrünlandflächen, auf denen rund 40 Prozent der in Deutschland gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen schwerpunktmäßig vorkommen. Wie diese Flächen genutzt werden, hat daher entscheidenden Einfluss auf die Erhaltung der Artenvielfalt. Die zunehmende Intensivierung der Milcherzeugung hat dazu geführt, dass sich die Biodiversität im Grünland seit Jahren verschlechtert hat. BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Ein Forschungsprojekt zeigt jetzt: Die…
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Entwicklung eines Naturwaldverbundes: neues Naturschutzgroßprojekt im Wispertaunus
Das Naturschutzgroßprojekt „Wispertaunus“ im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis wird zum 1. Oktober starten. Ziel ist es, einen großen Verbund an Waldflächen ohne forstliche Nutzung zu schaffen, der sich zukünftig natürlich entwickeln kann. Diese Naturwälder sollen den Erhalt der Biodiversität unterstützen, indem sie störungsempfindlichen und bedrohten Arten einen Rückzugsraum bieten und ihre Lebensräume vernetzen. Die erste Projektphase wird im Programm „chance.natur“ – Bundesförderung Naturschutz“ gefördert. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz, das Land Hessen sowie die Zoologische Gesellschaft Frankfurt als Projektnehmerin stellen rund 1,2 Mio. Euro zur Verfügung. Wälder, die sich eigendynamisch ohne menschliche Eingriffe entwickeln können, sind in Deutschland selten. In Hessen nehmen sie rund vier Prozent der Waldfläche ein. Ziel…
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Europäische Konferenz zu Biodiversität und Klimawandel
Rund 150 Fachleute aus ganz Europa diskutieren vom 26. bis 28. September in Bonn die Rolle von Flussauen und Küstenfeuchtgebieten für den Natur- und Klimaschutz. Dabei bringen sie aktuellste Erkenntnisse aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammen und entwickeln Empfehlungen für die Erhaltung und Wiederherstellung dieser lebenswichtigen Ökosysteme. „Naturschutz und Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen“, erklärt Thomas Graner, Vizepräsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), der die Konferenz eröffnet. „Darum setzen wir uns für naturbasierte Lösungen ein, von denen alle profitieren: Mensch, Natur und Klima. Der Schutz und die Wiederherstellung von Flussauen und Küstenfeuchtgebieten ermöglichen solche Win-Win-Win-Szenarien. Denn Feuchtgebiete bieten nicht nur zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum, sie speichern auch…
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Flussschutz ohne Grenzen
Der österreichische Biologe Georg Frank erhält den Wolfgang Staab-Naturschutzpreis Gemeinsame Pressemitteilung mit der Schweisfurth Stiftung Die Schweisfurth Stiftung hat Georg Frank, Generalsekretär des transnationalen Donauschutzvereins DANUBEPARKS, mit dem diesjährigen mit 20.000 Euro dotierten Wolfgang Staab-Naturschutzpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Fachtagung „Bundesprogramm Blaues Band Deutschland an Main und Neckar“ in Mannheim statt, die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) ausgerichtet wurde. Im Verein DANUBEPARKS sind Donauschutzgebiete aus fast allen Donauländern zusammengeschlossen, darunter Rumänien, Moldawien, Bulgarien, Serbien, Kroatien, Ungarn, die Slowakei, Österreich und Deutschland. Der Einsatz von Georg Frank für den Aufbau des Vereins hat wesentlich dazu beigetragen, dass die grenzübergreifende Zusammenarbeit für den Naturschutz an der Donau deutlich gestärkt…
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„Bayerns Seltenste“: Schutz seltener Arten auf selten gewordenen Trockenstandorten
Die Gefleckte Schnarrschrecke, der Kiesbank-Grashüpfer und die Deutsche Tamariske gehören zu den seltenen Arten alpiner Trockenlebensräume – Lebensräume, die ebenfalls selten geworden sind. Für ihren Schutz fördern das Bundesumweltministerium (BMUV) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) daher das Projekt „Bayerns Seltenste: Arten der Trockenlebensräume“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit insgesamt rund 578.000 Euro. Das Projekt wird vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) bis 2029 in Bayern zwischen Lech und Isar durchgeführt. Ziel ist es, gefährdete Trockenstandorte zu schützen und zugunsten ihrer lebensraumtypischen Arten stärker miteinander zu vernetzen. Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Tiere und auch Pflanzen müssen die Möglichkeit haben, zwischen Gebieten zu wandern und sich auszutauschen. Das wird immer schwieriger, je mehr…
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Rote Liste: phytoparasitische Kleinpilze stark gefährdet
Deutschland ist weltweit das erste Land, für das jetzt eine Rote Liste der auf lebenden Pflanzen wachsenden Kleinpilze – der phytoparasitischen Kleinpilze – vorliegt. Die Publikation zeigt: Der Anteil der vom Aussterben bedrohten Arten dieser Organismengruppe liegt bei 13 Prozent und ist damit höher als bei den meisten anderen Organismengruppen. Insgesamt sind 34 Prozent der bewerteten Arten in ihrem Bestand gefährdet und mehr als 10 Prozent bereits ausgestorben oder verschollen. Ungefährdet sind nur 40 Prozent der in Deutschland einheimischen 1.196 Arten. Wesentlich gefährdet sind die phytoparasitischen Kleinpilze durch den Rückgang ihrer Wirtspflanzen. Gründe dafür sind unter anderem die Nutzungsintensivierung der Landwirtschaft, Entwässerung feuchter Standorte, Aufforstung von Offenland und Versiegelung von…