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Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Nutztierhaltung in Deutschland
Die diesjährige Fachtagung des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V. (BRS) fand am 14. April in Berlin statt. Die Tagung stand mit dem Titel „Perspektiven denken – für Tierhaltung, für Ernährung, für morgen“ im Zeichen unserer Zeit, in der angesichts globaler Krisen die Versorgungssicherheit eine bedeutende gesellschaftliche Rolle spielt. Die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Nutztierhaltung der Zukunft – Angebot und Nachfrage nach tierischen Produkten, Strukturwandel in der Landwirtschaft, geopolitische Rahmenbedingungen, Klimawandel, Chancen durch künstliche Intelligenz sowie die Anforderungen des Lebensmitteleinzelhandels – wurden von den eingeladenen Experten beleuchtet und bildeten den roten Faden der Veranstaltung. Aus der Politik nahmen Professor Dr. Eberhard Haunhorst, Leiter der Abteilung 3 „Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit” im Bundesministerium…
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AGRILL 2026 startet mit bundesweiter Sonderaktion: 100 Höfe öffnen ihre Türen für Dialog und Begegnung
Der Bundesverband Rind und Schwein hat gemeinsam mit weiteren Partnern die Initiative AGRILL 2026 gestartet. Zu den Mitinitiatoren zählen neben dem BRS unter anderem LAND.SCHAFFT.WERTE sowie der Bauernverband Schleswig-Holstein. Ziel der Kampagne ist es, den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft zu stärken und Einblicke in die heimische Lebensmittelproduktion zu ermöglichen. Im Jahr 2026 wird das etablierte AGRILL-Format um eine bundesweite Sonderaktion erweitert: 100 landwirtschaftliche Betriebe werden dazu eingeladen, rund um die Erntezeit Gäste auf ihre Höfe einzuladen. Ergänzend zu den klassischen Grillveranstaltungen im Frühjahr entstehen so zusätzliche Begegnungsformate direkt auf den Betrieben. Fokus auf Ernte und Versorgungssicherheit Die Sonderaktion rückt insbesondere die Bedeutung der heimischen Ernte in den Mittelpunkt. Angesichts…
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„Ernährungssicherheit ist Grundversorgung“ – BRS startet Social-Media-Kampagne zur Zukunft der deutschen Tierhaltung
Ab dem 5. Januar 2026 startet der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) in Zusammenarbeit mit LAND.SCHAFFT.WERTE. e. V. eine öffentlichkeitswirksame Kampagne zur Ernährungssicherheit in Deutschland. Ziel ist es, über Social Media eine breite gesellschaftliche Debatte anzustoßen: über die wachsenden Herausforderungen für die heimische Tierhaltung, über Wettbewerbsverzerrungen durch Importe – und über die dringende Notwendigkeit, politische Rahmenbedingungen neu zu denken. Zentrales Element der Kampagne ist eine Reihe kurzer Videobeiträge (Reels) mit den Influencerinnen Katharina Leyschulte vom Betrieb Leyschulte und Paula Altner von Paulas Landleben. Beide vermitteln aus erster Hand, vor welchen strukturellen und wirtschaftlichen Problemen landwirtschaftliche Betriebe heute stehen – von betrieblichen Auflagen, über Marktungleichgewichte bis hin zum zunehmenden gesellschaftlichen Erwartungsdruck.…
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Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch – differenzierte Betrachtung nach Teilstücken zeigt Importbedarf auf
Demnach werden in Deutschland mehr Schweine gehalten, als für die Inlandsversorgung erforderlich wären. Mit den vermeintlich zu viel gehaltenen Schweinen ginge auch eine unnötig hohe Umweltbelastung einher. Tatsächlich wird damit jedoch eine hohe Versorgungssicherheit suggeriert, die in der Realität nicht gegeben ist. Der Schlachtkörper eines Schweins liefert unterschiedliche Teilstücke in verschiedenen Anteilen. Die sogenannten Edelteile machen etwa 60 % des Schlachtkörpers aus, der Rest sind fett- und speckhaltige Teilstücke sowie Kopf, Pfoten usw. Ein erheblicher Teil des Schlachtkörpers wird in Deutschland kaum konsumiert, insbesondere Schweineköpfe, Pfoten und Schwänze. Sie finden überwiegend im Ausland eine Nachfrage. Gleichzeitig reicht die Inlandsversorgung mit Edelteilen wie Lenden, Filets und Schinken nicht aus. Marktexperten schätzen,…
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Deutliche Verbesserung der Eutergesundheit im Milchkontrolljahr 2025
In Deutschland wird die Gesundheit der Milchkühe engmaschig überwacht. Ein wichtiges Instrument ist dabei die unabhängige monatliche Milchkontrolle. Für das Milchkontrolljahr 2024/2025 (01.10.2024 bis 30.09.2025) hat der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) die Milchkontrollergebnisse aus allen Regionen Deutschlands zusammengefasst. Die Zahlen zeigen, dass die Milchviehhalter einen besonderen Fokus auf die Eutergesundheit ihrer Tiere legten, denn diese wurde in allen Regionen deutlich verbessert. Eutergesundheit deutlich verbessert Für das Herdenmanagement ist die regelmäßige Bestimmung der Zellzahlen und deren Auswertungen im monatlichen Kontrollbericht von besonderer Bedeutung zur Sicherstellung der Eutergesundheit der Tiere. Im Milchkontrolljahr 2024/2025 lag der mittlere Gehalt bei 231.000 Zellen je ml und verbesserte sich deutlich im Vergleich zum Vorjahr.…
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Zukunft der Nutztierhaltung erleben – BRS und BfT auf der Grünen Woche
Der Bundesverband für Tiergesundheit e. V. (BfT) und der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) präsentieren auf der Grünen Woche 2026 einen gemeinsamen Stand auf dem ErlebnisBauernhof (Halle 3.2, Stand 319). Unter dem Motto „Nachhaltigkeit durch Tierwohl, Tiergesundheit und Zuchtfortschritt – Verantwortung für die Zukunft der Landwirtschaft“ laden die Verbände politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Verbänden sowie Besucherinnen und Besucher ein, über aktuelle Herausforderungen und Lösungen für eine zukunftsfähige Tierhaltung ins Gespräch zu kommen. Gesunde Nutztiere sind die Grundlage für Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und eine sichere Lebensmittelversorgung. Fortschritte in der Tiergesundheit sowie eine verantwortungsvolle Zucht führen zu robusten und widerstandsfähigen Tieren, die eine ressourcenschonende,…
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Schutz vor Blauzungenkrankheit und EHD: BRS ruft zur Impfung auf!
Die Blauzungenkrankheit (BT) und die Epizootische Hämorrhagie der Hirsche (EHD) sind Tierseuchen, die erhebliche Auswirkungen auf die Tiergesundheit und die Landwirtschaft haben. Beide Seuchen werden durch eng verwandte Viren verursacht und über Gnitzen (kleine blutsaugende Mücken ) übertragen. Während derzeit in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union die Serotypen 1, 3, 4, 5, 8 und 12 der Blauzungenkrankheit vorkommen, wurde bei der EHD bislang ausschließlich der Serotyp 8 nachgewiesen. Beide Tierseuchen verursachen erhebliches Tierleid und können zu deutlichen Leistungseinbußen in betroffenen Beständen führen. Gleichzeitig haben bestätigte Fälle unmittelbare Auswirkungen auf den Handel mit Tieren und Zuchtmaterial – sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch im Export in Drittländer. Fachleute sind sich…
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BRS fokussiert auf vier zentrale Themen zur Zukunft der Nutztierhaltung
Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden der Agrarwirtschaft, des Handels und des Tierschutzes folgten am 14. Oktober der Einladung von Bundesminister Alois Rainer zu einem Verbändegespräch im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) in Berlin. Unter dem Titel „Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung“ wurden aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Nutztierhaltung in Deutschland diskutiert. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fokussierte auf vier zentrale Punkte in der Diskussion, die aus Sicht der Praxis entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Tierhaltung sind: Forschung und Innovation, Bau- und Genehmigungsrecht, Fristverlängerung in der Sauenhaltung sowie Wolfspolitik. Etliche weitere Themen wurde von anderen Verbänden adressiert. Förderung von Forschung…
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Umbau Deckzentrum – Fristen anpassen
Die Sauenhalter Deutschlands stehen am Scheideweg – mit der Anfang 2021 in Kraft getretenen 7. Änderungsverordnung der TierSchNutztV und der damit beschlossenen Gruppenhaltung, sowie dem Abferkelabteil wird der Umbau von Sauenställen aufgrund angehobener Platzvorgaben forciert. Die meisten Sauenhalter müssen infolgedessen ihre Ställe vergrößern oder die Bestände reduzieren. Die Frist bis zur Einreichung des Bauantrags endet am 09. Februar 2026 und die Umsetzung muss bis zum 09. Februar 2029 erfolgen. Schon heute kann sich Deutschland nicht mehr selbst mit Ferkeln versorgen. Ein Umstand, der durch den Umbau des Denkzentrums noch verschärft wird. Aufgrund der hohen finanziellen und genehmigungsrechtlichen Hürden haben rd. 1/3 der Sauenhalter Deutschlands ihre Betriebsaufgabe in den nächsten zehn…
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Höhere Standards, höhere Kosten – Landwirte brauchen faire Wettbewerbs- und Produktionsbedingungen
Unsere hohen nationalen Standards bedeuten allerdings auch hohe Kosten für deutsche Landwirte. Gleichzeitig werden Produkte aus dem Ausland importiert, die häufig unter geringeren Standards preiswerter erzeugt wurden. Diese Wettbewerbsverzerrung führt dazu, dass hochwertige inländische Erzeugnisse nicht angemessen entlohnt werden. Die wirtschaftliche Existenz der deutschen Betriebe ist bedroht! In Deutschland beobachten wir ein akutes Höfesterben. Die Abwanderung der Produktion ins Ausland erhöht die Importabhängigkeit und bedroht unsere Versorgungssicherheit. Mit der Abwanderung steigt das Angebot von Produkten, die zu weniger kostenintensiven Standards im Ausland erzeugt wurden – das genaue Gegenteil dessen, was man mit den hohen Auflagen in Deutschland erreichen will. Deutschland wäre von stabilen Handelswegen aus dem Ausland abhängig. Bei globalen…