• Verbraucher & Recht

    Ernährungsqualität spielt bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle

    Für die gesunde Ernährung sind nicht nur die Inhaltsstoffe eines Produktes, sondern auch deren tatsächliche Bioverfügbarkeit von Bedeutung. Die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln wird in Form des CO2-Fußabdrucks verglichen. Die Aussagekraft dieses Indikators ist jedoch sehr begrenzt, denn die Bewertungen beziehen sich lediglich auf die CO2-Emissionen je Kilogramm des Produktes. Bei tierischen Produkten zeigt sich meist ein höherer CO2-Fußabdruck als bei pflanzlichen Produkten, daher wird angenommen, tierische Lebensmittel seien schlechter für das Klima. Unbeachtet bleibt die Tatsache, dass diese Nahrungsmittel meist einen deutlich höheren Nährwert haben. Kalkuliert man die Emissionen nur auf Basis der Gewichtseinheit, schneiden Nahrungsmittel mit hohem Wasser- und niedrigem Nährstoffgehalt immer besser ab. Beispielsweise hat Mineralwasser einen sehr…

  • Essen & Trinken

    BRS lehnt den Gesetzentwurf zur Tierhaltungskennzeichnung in der aktuellen Form ab und fordert Nachbesserung

    Am 25. November wurde im Bundesrat über den Entwurf des Gesetzes zur Einführung einer verbindlichen Tierhaltungskennzeichnung abgestimmt. Die Länder haben mit ihrer Zustimmung signalisiert, dass sie sich einer Transformation nicht verschließen wollen. Wie zuvor schon der Agrar- und Wirtschaftsausschuss, sehen sie aber noch dringenden Nachbesserungsbedarf. „Wir erkennen an, dass dem BMEL mit diesem Gesetzesentwurf etwas gelungen ist, was bisher noch keinem Landwirtschaftsministerium vorher gelungen ist“, bewertet Dr. Nora Hammer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Rind und Schwein e.V. (BRS) die aktuelle Entwicklung. „Die Bundesregierung wäre allerdings gut beraten, den Empfehlungen des eigenen Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung Folge zu leisten und diese mit dem Gesetz umzusetzen“, fordert Dr. Hammer. Es ist wichtig, die bei Verbrauchern…

  • Gesundheit & Medizin

    Tierische Lebensmittel ermöglichen eine ideale Eiweißversorgung

    Protein ist elementarer Baustein aller lebenden Organismen und hat vielfältige Funktionen im menschlichen Körper. Die kleinsten Bausteine der Proteine sind Aminosäuren. Sie kommen in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor, wobei die Bioverfügbarkeit tierischer Proteinquellen meist höher ist. Allerdings ergänzen sich beide Proteinquellen in einer ausgewogenen Mischkost ideal. Der Mensch kann seinen Tagesbedarf an Protein über unterschiedliche Lebensmittel decken. Betrachtet man die reine Proteinmenge, so wäre der Tagesbedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen beispielsweise durch 415 g Haferflocken gedeckt. Mit dieser Menge würden jedoch bereits 1.580 Kilokalorien aufgenommen. Alternativ könnte mit dem Genuss von 191 g Schweinefilet ebenfalls der Tagesproteinbedarf gedeckt werden – dabei würden lediglich 292 Kilokalorien aufgenommen werden. Zu beachten ist…

  • Essen & Trinken

    Nachhaltige Innovationen in der Rindfleischproduktion

    BovINE (Beef Innovation Network Europe) ist Europas erstes Netzwerk zum Austausch nachhaltiger Innovationen in der Rindfleischerzeugung. Während der dreijährigen Projektlaufzeit wurden praxistaugliche Lösungen (Good Practises) für Fleischrinderhalter zu den vier Themengebieten „Sozioökonomische Belastbarkeit“, „Tierwohl und Tiergesundheit“, „Produktionseffizienz und Fleischqualität“ sowie „Nachhaltigkeit“ erarbeitet. Auf der Online-Abschlusskonferenz am 1. Dezember 2022 von 10:30 bis 13:30 Uhr (deutscher Winterzeit) werden die Ergebnisse dieser internationalen Kooperation vorgestellt. BovINE-Experten aus der Praxis und akademische Partner aus neun europäischen Ländern werden Lösungen vorstellen, die sich auf die Förderung und Verbesserung der Nachhaltigkeit in Rinderhaltungsbetrieben konzentrieren. Diese basieren auf bewährten Praktiken, die bereits in landwirtschaftlichen Betrieben in ganz Europa umgesetzt werden, sowie auf Forschungsinnovationen, die für die…

  • Verbraucher & Recht

    Bundesverband Rind und Schwein (BRS) fordert vollständige Transparenz bei Tiertransporten

    Im Mittelpunkt der diesjährigen EuroTier steht die Transformation der Landwirtschaft. Zentrales Thema ist die Sicherstellung von Tierwohl. Passend dazu berichte Report Mainz im Beitrag „Qualvollen Tod deutscher Rinder im Libanon“ von einer nicht tierschutzgerechten Schlachtung von Mastrindern im EU-Ausland. Der BRS ist erschüttert über die gezeigten Bilder des ARD-Berichts und distanziert sich von der Schächtung als Art der Schlachtung, die in Deutschland grundsätzlich verboten ist. „Die gezeigten Bilder zeigen auf, wie wichtig es ist, keine pauschalen Verbote auszusprechen, sondern lösungsorientiert mitzuhelfen, Tierschutzstandards zu entwickeln, die das Wohl der Tiere nachhaltig sicherstellt“ positioniert sich Dr. Nora Hammer, Geschäftsführerin des BRS. Für die Gewährleistung von Tierwohl entlang der gesamten Transportstrecke hat der…