• Mobile & Verkehr

    Sichere Schulwege sind sichere Wege für alle

    Am Donnerstag und Freitag demonstrieren wieder tausende Berliner Kinder für das Recht auf sichere Schulwege. Vor ihren Schulen richten sie Schulzonen ein, Bereiche ohne Autoverkehr, die allein den Kindern gehören. Unter dem Motto „Sichere Schulwege jetzt in echt: #100Schulzonen“ fordern Eltern und Schüler*innen kindgerechte Straßen, so dass Kinder den Schulweg alleine bewältigen können. Dies ist heute nirgends in Berlin der Fall – trotz Schulwegeplänen und gut gemeinten Absichtserklärungen. Überall schieben sich die Elterntaxis durch enge Straßen und gefährden dabei andere Kinder.  „Wenn man sich als Eltern heute den Schulweg des eigenen Kindes anschaut, ist es nicht verwunderlich, dass viele die Lösung „Elterntaxi“ wählen. Niemand will ja sein Kind Gefahren aussetzen.…

  • Mobile & Verkehr

    Keine faulen Eier ins Mobilitätsgesetz

    Changing Cities ruft auf zur Fahrraddemonstration am Samstag, den 8. April um 14 Uhr gegen die Demontage des Mobilitätsgesetzes durch die zukünftige Koalition. Berliner Radaktivist*innen, die seit Jahren Energie und Expertise in die Verkehrswende investiert haben, fordern, das Mobilitätsgesetz nicht einfach aufzugeben. Die im Koalitionsvertrag beschriebenen Vorhaben im Verkehrssektor sind wenig fahrradfreundlich. Nicht mal das gesetzlich festgeschriebene 2.700 km lange Berliner Radnetz findet dort Erwähnung. Kai Wegner (CDU) behauptet, dass man nicht „gegen den Willen vieler Anwohner, gerade auch in den Außenbezirken, 2,30 Meter breite Fahrradwege herstellen [kann], die eigentlich fast gar kein Mensch nutzt“. Damit offenbart er überdeutlich, dass er das Prinzip der Verkehrswende nicht verstanden hat: Damit Menschen…

  • Mobile & Verkehr

    CDU und SPD torpedieren das Mobilitätsgesetz

    Der Koalitionsvertrag gefährdet die Verkehrswende in Berlin. Das Mobilitätsgesetz soll für ein „besseres Miteinander“ weiterentwickelt werden, heißt es dort. Was auf den ersten Blick irgendwie nett klingt, ist tatsächlich eine Abkehr vom Vorrang des Fuß-, Rad- und öffentlichen Verkehrs, den das Mobilitätsgesetz fordert. In Zukunft soll das Auto wieder priorisiert werden.  Die SPD, die 2018 das Gesetz mit verabschiedet hat, vollzieht in der Verkehrspolitik eine Abkehr von der Mobilitätswende. Diese wird im Koalitionsvertrag mit keinem Wort erwähnt, stattdessen heißt es nun: Radspuren sollen „unter Beachtung örtlicher Gegebenheiten“ eingerichtet werden. Im Klartext bedeutet das: Radwege wird es nur dort geben, wo sie den Autoverkehr nicht einschränken. Die Koalition will die Mindestbreiten…

  • Energie- / Umwelttechnik

    Den fossilen Irrweg beenden

    Die heute bekannt gegebenen Klimadaten des Umweltbundesamtes zeigen ein komplettes Versagen im Verkehrssektor. Laut Bundesumweltamt ist „[d]er Verkehr der einzige Sektor, der gleichzeitig sein Ziel verfehlt und einen Emissionsanstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.“ Changing Cities schlägt dem Minister und der Bundesregierung ein Sofortprogramm vor. „Verkehrsminister Wissing blockiert aus politischem Kalkül wirkungsvolle Maßnahmen. Er ist der Aufgabe der Dekarbonisierung des Verkehrssektors offensichtlich nicht gewachsen. Konsequenterweise müssen die Bundesregierung und der Bundeskanzler den fossilen Irrweg des Ministers beenden – letztendlich sind Sie für sein Nichtstun mitverantwortlich. Ehrlicherweise muss man nämlich sagen: Sieben Jahre haben wir noch für den einfachen Teil der Dekarbonisierung: Zeit für Einsparungen, Effizienzsteigerungen und Elektrifizierung“, sagt Ragnhild Sørensen von…

  • Mobile & Verkehr

    Die potemkinsche Verkehrswende

    „Den Radverkehrsplan bedarfsgerecht weiterentwickeln“ – so redet die Groko in ihrem Sondierungspapier über das Mobilitätsgesetz. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Changing Cities meldet hiermit Bedarf an: Ein lückenloses Radnetz bis 2030. „Man kann das nur Irreführung nennen: Von „bedarfsgerecht“ zu sprechen, ohne die Bedarfe zu benennen, ist eine bekannte Chiffre für „abschaffen“. Als Volksentscheid Fahrrad haben wir 2018 das Mobilitätsgesetz erkämpft. Dieses Bürger*innengesetz sagt einmalig: Vorrang für den Umweltverbund, für den Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehr. Damit werden Bedarfe von 75 Prozent der Berliner*innen gedeckt. Das nennen wir bedarfsgerecht”, so Ragnhild Sørensen von Changing Cities. Wenn Schwarz-Rot von „Mobilität für alle“ und „verstärktem Ausgleich zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen" spricht, meinen…

  • Mobile & Verkehr

    Weniger Getötete, mehr Verletzte

    Die Zahl der Verkehrstoten ist 2022 gesunken, aber die Zahl der Unfälle mit Personenschaden hat im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent zugenommen. Es gibt also gar keinen Grund für Politik und Verwaltung, sich auf die Schulter zu klopfen, kritisiert Changing Cities.  „Wir sehen keine signifikanten Verbesserungen der Verkehrssicherheit in Berlin. Es rächt sich nun, dass das Mobilitätsgesetz so schleppend umgesetzt wird. Vor allem ungeschützte Verkehrsteilnehmende sind täglich Gefahren auf der Straße ausgesetzt – und das vollkommen unnötig. Wer nun in den Koalitionsverhandlungen das Mobilitätsgesetz verwässert, gefährdet die Sicherheit der Berliner*innen. Dies ist eine politische Entscheidung und kein Unfall“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities. Die Gesamtzahl der Unfälle, die…

  • Mobile & Verkehr

    Vierte getötete Radfahrerin 2023 // Mahnwache

      Wann: Donnerstag, 2. März, 17:30 Uhr Wo: Mariendorfer Damm, vor Hausnummer 423A in 12107 Berlin-Tempelhof-Schöneberg Noch während der Mahnwache am Sonntag in der Kantstraße für einen 50-jährigen getöteten Radfahrer kam die Meldung mit der nächsten, der vierten Getöteten.  Auf dem Mariendorfer Damm wurde eine Radfahrerin von einer Autofahrerin gerammt. Die Radfahrerin starb vor Ort. Changing Cities spricht den Angehörigen tiefes Mitgefühl aus und ruft zur Mahnwache auf.   Bisher wurde in diesem Jahr alle zwei Wochen ein*e Radfahrende*r getötet. Diese katastrophale Bilanz entspricht überhaupt nicht den Zielen der Vision Zero, die keine Verkehrstoten und Schwerverletzten vorsieht und in Berlin gesetzlich verankert ist. Seit Jahren hat sich in Bezug auf die…

  • Mobile & Verkehr

    Jetzt außerhalb des Rings – Umzug mit 40 Lastenrädern

    Mit einer Flotte von 30 bis 40 Lastenrädern zieht der Verein Changing Cities am Samstag, den 25. Februar vom Prenzlauer Berg ins Tempelhofer Gewerbegebiet etwas außerhalb des S-Bahnrings. „Mit unserem Lastenrad-Umzug wollen wir vor allem auf die Vielfalt der möglichen Warentransporte hinweisen: Für viele Mobilitätsbedarfe gibt es auch andere Lösungen als das Kfz. Wir sind in vielen Fällen kulturell geprägt, und das gilt ganz besonders für unsere Verkehrswahl. Wir glauben: Es geht auch anders. Und wir wissen: Es muss anders gehen, wenn wir unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen wollen. Auch sie sollen die Möglichkeit haben, aus- und umzuziehen…“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities. Eine Studie aus London zeigt,…

  • Mobile & Verkehr

    #Kiezblocks, jetzt auch mit Goldstandard!

    Es gibt inzwischen 65 Kiezblocks-Initiativen in Berlin. Der Begriff ist ein Teil der Berliner Alltagskultur geworden: höchste Zeit für die Erfinder*innen bei Changing Cities, das Verkehrskonzept mit Standards zu unterfüttern. Am Dienstag, den 21. März stellt der Verein dazu ein Papier vor und lädt zur Diskussion mit Aktivist*innen, Behörden und Planer*innen ein. Seit drei Jahren läuft die #Kiezblocks-Kampagne von Changing Cities. Sie hat tausende Berliner*innen bewegt, sich für ihr Quartier einzusetzen, um den Kfz-Durchgangsverkehr in ihrem Wohnviertel aufzulösen. Doch den Pilotprojekten in den Bezirken droht die planerische Beliebigkeit: Manchmal werden schon einige unwirksame Einbahnstraßen als vermeintlicher „Kiezblock“ gefeiert. Eine Fachgruppe im Verein hat daher offene Standards entwickelt, die das Planungsprinzip…

  • Mobile & Verkehr

    Zweiter tödlich verunglückter Radfahrer 2023 // Mahnwache

      Wann: Mittwoch, 8. Februar, 17:30 Uhr Wo: Neumagener Straße / Ecke Wittlicher Straße in 13088 Berlin-Weißensee Am Freitag verstarb ein 84-Jähriger, nachdem er am 26. Januar mit seinem Rad gestürzt war. Genauere Angaben liegen noch nicht vor. Changing Cities spricht den Angehörigen tiefes Mitgefühl aus und ruft zur Mahnwache auf.   Niemand sollte auf der Straße sterben müssen. Niemand: Deswegen organisiert Changing Cities wieder eine Mahnwache und gedenkt des toten Radfahrers.  „Wir wünschen allen Angehörigen und Freund*innen des Verstorbenen viel Kraft. Wir sind traurig, aber wir sind jetzt auch wütend. Laut Mobilitätsgesetz gilt Vision Zero, also Null Tote und Schwerverletzte. Aber trotzdem wird viel zu wenig unternommen: Wo bleiben die sicheren…

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