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Von Arthrose bis Sjögren – Fachkliniken machen Patient:innen mit Rheuma für den Alltag fit
Rheuma mit seinen über 400 Formen zählt zu den Volkskrankheiten in Deutschland. „Häufig kündigt sich Rheuma durch ein verändertes Empfinden in den Händen oder Morgensteifigkeit an: es fällt Betroffenen schwer, aus dem Bett aufzustehen“, spiegelt Luisa Bollermann wider, was Patient:innen ihr berichten und fährt fort: „Auch zunehmende Schwere, Erschöpfung und Energielosigkeit können eine der zahlreichen rheumatischen Erkrankungen ankündigen“. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) arbeitet in einer Praxis, die die stationäre ergotherapeutische Versorgung einer Rheumafachklinik ermöglicht. Sie und ihre Kolleg:innen, die im klinischen Setting mitwirken, sorgen für Linderung der akuten Symptome und geben Input für Maßnahmen, die Rheumapatient:innen zuhause selbst durchführen können. Außerdem planen sie gemeinsam mit den…
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Borderline-Persönlichkeitsstörung: Selbstwert und Selbstwirksamkeit stärken, um weniger angstvoll und angespannt am Leben teilzunehmen
Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, die sich durch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren entwickeln kann. „Menschen mit dieser Form der Persönlichkeitsstörung fühlen eine innere Zerrissenheit“, sagt Inga Löckher, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), und beschreibt, was in Betroffenen vorgeht: „Viele empfinden ein chronisches Gefühl von Leere, wenig Selbstvertrauen, Traurigkeit, Angst – etwa vor Ablehnung – und/ oder Wut“. Ergotherapeut:innen erarbeiten mit ihnen Strategien, um die eigenen Verhaltensmuster zu erkennen, sich selbst besser zu regulieren, Alltagsstrukturen anzulegen oder zu verändern und das eigene Selbstbild zu stärken, was in Summe zu mehr Lebensqualität führt. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ist davon auszugehen, dass das Zusammenwirken bestimmter genetischer Veranlagungen, neurobiologischer Besonderheiten und…
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Erkenntnisse, um dem Motto des Weltkindertags 2026 gerecht zu werden
Starke Kinder, starke Zukunft! – so lautet das Motto des diesjährigen Weltkindertags am 20. September. „Das deckt sich mit der Arbeit von Ergotherapeut:innen, die im pädiatrischen Kontext arbeiten“, zeigt sich Ergotherapeutin Heike Musa, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) begeistert. Kinder, die eine ergotherapeutische Intervention verordnet bekommen, sind meist ebenso wie ihre Eltern von der Haltung, mit der ihnen Ergotherapeut:innen begegnen, angenehm überrascht. Und mehr noch: Sie selbst, ihre Eltern und auch das Umfeld erfahren, wie positiv sich die Arbeit dieser äußerst breit aufgestellten Fachdisziplin im Gesundheitswesen gerade auf Kinder und Jugendliche auswirken kann. Eine wichtige Voraussetzung, um Kinder und Jugendliche stark zu machen, so wie es der Weltkindertag propagiert, ist, ihnen die nötige…
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Ergotherapie: Eine der breitgefächertsten Fachdisziplinen im Gesundheitswesen
Ergotherapeut:innen befähigen Menschen mit körperlichen, psychischen oder kognitiven Schwierigkeiten nachhaltig, ihren Alltag und dadurch ihr Leben dauerhaft selbstbestimmt zu meistern. Die Ergotherapeutin Jessica Liers, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) vertieft den Ansatz, den sie und ihre Berufskolleg:innen verfolgen, weiter: „Ergotherapeut:innen betrachten den Menschen in seiner Gesamtheit: seine individuelle Lebenssituation, Lebensphase und Umfeld, seine Persönlichkeit, seine Identität und ebenso die Anliegen: was soll sich im Leben dieses Menschen ändern“. Ergotherapeut:innen versetzen Klient:innen – so nennen sie ihre Patient:innen – in die Lage, den für sie wichtigen Betätigungen, Handlungen und Aktivitäten wieder oder erstmals nachzugehen. Dabei ist für eine erfolgsorientierte Therapiegestaltung das „wie“ genauso wichtig wie das „was“. Wer aufgrund von gesundheitlichen…
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Stabilität, Partnerschaft und Eingebundensein beeinflussen die Lebensqualität von Menschen mit bipolarer Störung
In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit einer bipolaren Störung. „Bipolar zu sein heißt, starken Stimmungsschwankungen zu unterliegen“, sagt der Ergotherapeut Maximilian Brüstle, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) und verbildlicht, wie Menschen mit einer bipolaren Störung ihr Leben empfinden: „Es gleicht einem Ritt auf den Wellen. Nach dem Surfen auf dem Wellenkamm kommt der Absturz ins Wellental“. Ergotherapeut:innen unterstützen ihre Klient:innen – so nennen sie Patient:innen – dabei, mehr Stabilität in ihrem Alltag herbeizuführen, die depressiven Phasen in ihrer Wirkung abzupuffern und die positiven Seiten der Stimmungshochs so zu nutzen, wie es zu ihrem Charakter und ihrer individuellen Art passt. Eine bipolare Störung tritt meist im Jugendlichen- oder frühen…
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Zentrales Thema beim Ergotherapie-Kongress 2026: Betätigung als Gamechanger
„Betätigung“ ist häufig Ziel oder erwünschte Nebenwirkung nahezu jeder ergotherapeutischen Intervention. „Ist sie, also „die Betätigung“, nicht mehr möglich, bekommt sie eine umso größere Bedeutung; wir wünschen sie uns sehnlichst (wieder) herbei und erkennen manchmal erst dann, wie viel erfüllter unser Alltag und unser Leben sind, wenn wir all das, was wir tun wollen oder tun müssen auch tun können“, bestätigt Andreas Pfeiffer, der bei diesem Kongress den Vorsitz des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) abgibt. Unter Betätigung fassen Ergotherapeut:innen alle Aktivitäten, Handlungen, kurzum: sämtliches Tun ihrer Klient:innen – so nennen sie ihre Patient:innen – zusammen. Wie sich dieses Lebenselixier trotz oder erst recht mit unterschiedlichsten Erkrankungen, Störungen, Krisen bei…
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Tod und Trauer bei Kindern: offener Umgang der Eltern mit dem Thema ist besser als Schweigen und Stigmatisieren
Der Tod von Eltern oder Kindern ist eine Zäsur für die gesamte Familie. „Ein Todesfall in der Familie hat auf die Kinder genauso Auswirkungen wie auf alle anderen (erwachsenen) Personen; selbst dann, wenn ein Kind noch als Säugling im Mutterleib ist“, weist Birgitta Schmeißer auf einen maßgeblichen Aspekt hin, der vielen Eltern nicht bewusst ist. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) bestärkt Eltern, ihre Kinder in die Trauerarbeit einzubeziehen, sich mit ihnen auf emotionaler Ebene zu verbünden und gleichzustellen und – sollten die eigenen Bemühungen nicht ausreichen – professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ergotherapeut:innen verfügen über eine große Bandbreite von Möglichkeiten um Kinder zu stärken und in…
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Raum für Vielfalt schaffen: So lassen sich Behandlung von und Umgang mit trans* und nichtbinären Personen verbessern
Trans* und nichtbinäre Personen zeigen sich verstärkt als Teil der Gesellschaft und stehen selbstbewusst zu ihrer Identität. „Gleichzeitig nehmen Diskriminierung und Hasskriminalität gegen die sogenannten LSBTIQ* Communities, wie sich lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* nichtbinäre und queere Menschen zusammenfassend bezeichnen, zu“, bedauert K* Stern diese Entwicklung, die im Widerspruch zu einer demokratischen, liberalen, toleranten Gesellschaft steht und zudem die Menschenrechte missachtet. K* Stern arbeitet unter anderem als Dozent:in und Trainer:in und bringt Ergotherapeut:innen im Rahmen der Akademie des DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) Wissen über trans* und nichtbinäre Menschen näher. Ergotherapeut:innen unterstützen seit jeher die Teilhabe von Klient:innen in allen Arbeits- und Alltagsbereichen und können deshalb gezielt ansetzen: Bei der…
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Flow: Der Zustand, der die beste und gesündeste Version eines Menschen hervorbringen kann
„Im Flow sein“ bedeutet weit mehr als „es läuft“. Den wenigsten Menschen ist bekannt, dass Flow wissenschaftlich erforscht ist. „Flow kommt aus der positiven Psychologie“, erklärt Sara Mohr und beschreibt diesen Zustand so: „Menschen im Flow sind maximal vertieft und selbstvergessen; sie blenden alles um sich herum aus, sogar die Zeit. Sie vollbringen oft Bestleistungen und erleben dabei gleichzeitig ein Höchstmaß an Wohlbefinden und Befriedigung“. Die Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.) vermittelt ihren Berufskolleg:innen im Rahmen der DVE Akademie weitergehende Kenntnisse zu Flow. Das Ziel: Im Leben von Menschen mit einer Erkrankung oder in einer persönlichen Krise Alltagsaktivitäten finden, die geeignet sind, Flow zu ermöglichen und diese in…
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Teilhabe: das Rezept für Senior:innen gegen Einsamkeit im Alter
Mit fortschreitendem Alter summieren sich die Faktoren, die die eigenen sozialen Interaktionen reduzieren: Freunde und Freundinnen versterben nach und nach und eigene Mobilitätsprobleme oder Erkrankungen schränken die Möglichkeiten, das Haus zu verlassen, ein. Es besteht die Gefahr, dass alte Menschen dadurch vereinsamen. „Dazu muss es aber nicht kommen“, sagt Merle Böge, DVE (Deutscher Verband Ergotherapie e.V.), und erklärt: „Das Spektrum für mehr Teilhabe ist groß“. Ergotherapeut:innen haben bei ihren Interventionen immer auch einen Blick auf diesen Aspekt und schauen, in wie weit diese Senior:innen noch in das Leben anderer eingebunden sind. Bei Bedarf geben sie ihnen Impulse, wie sie aktiv werden können, unterstützen sie dabei, Kontakte zu knüpfen oder zeigen…