• Finanzen / Bilanzen

    Wann Kosten rund ums Heizen zu einem Vorsteuerabzug führen können

    Wer eine Wohnung an Privatpersonen vermietet, sollte zukünftig auch an die Umsatzsteuer denken. „Insbesondere dann, wenn neben dem Mietpreis auch weitere Leistungen abgerechnet werden, wie etwa Wärme und Warmwasser“, sagt Manuel Gärtner, Steuerberater bei Ecovis RTS in Tauberbischofsheim. Denn hier kommt es darauf an, ob es sich um eine Haupt- oder eine Nebenleistung handelt. Zwei aktuelle Urteile geben jetzt Aufschluss darüber, wie Vermietende sauber trennen können. Wann ist bei Vermietung Umsatzsteuer fällig und wann nicht? Grundsätzlich gilt: Die Vermietung von Wohnungen an Privatpersonen (anders als die Vermietung von Geschäftsräumen) ist von der Umsatzsteuer befreit. Die Lieferung von Strom, Gas und Wärme ist dagegen regelmäßig umsatzsteuerpflichtig. „Vermieterinnen und Vermieter, die solche…

  • Ausbildung / Jobs

    Fortbildungskosten: Was Arbeitnehmende beim Erlass von Darlehen zur Fortbildung steuerlich beachten müssen

    Unternehmen profitieren, wenn sich Arbeitnehmende weiterbilden. Ganz gleich, ob Betriebe oder Beschäftigte dafür zahlen: Die Kosten können immer steuermindernd geltend gemacht werden. „Vorausgesetzt, es gibt ein betriebliches Interesse an der Fortbildung“, stellt Michaela Jeske, Steuerberaterin bei Ecovis in Würzburg klar. Auch Darlehen, die für eine Fortbildung gewährt werden, werden dabei berücksichtigt. Aber Vorsicht: Werden diese erlassen, erhöhen Sie folglich auch die Einnahmen. Das hat jetzt der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Welche Kosten für Aus- und Weiterbildung lassen sich absetzen? Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Beschäftigten unterstützen möchten, können die Kosten für Weiterbildungen übernehmen und als Betriebsausgaben geltend machen. „Dann liegt kein steuerpflichtiger Arbeitslohn vor, entsprechend entfällt jedoch der Werbungskostenabzug beim Beschäftigten“,…

  • Ausbildung / Jobs

    Cannabis-Legalisierung: Ist Kiffen dann auch im Job erlaubt?

    Künftig stellen sich für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber berechtigte Fragen zum Umgang mit Cannabiskonsum am Arbeitsplatz. Grund: Am 1. April 2024 soll das Cannabisgesetz in Kraft treten. Volljährige dürfen dann Cannabis legal besitzen und konsumieren. Ob durch das neue Gesetz Handlungsbedarf für die Unternehmer entsteht, erläutert Ecovis-Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Gunnar Roloff in Rostock. Rauchen ist nicht gleich rauchen Auch wenn nach dem neuen „Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis und zur Änderung weiterer Vorschriften“ (CanG) Cannabis künftig nicht mehr per se illegal ist, ist Cannabis rauchen dennoch nicht mit dem Rauchen von Tabak gleichzusetzen. Cannabis zählt trotz Legalisierung weiterhin zu den berauschenden Mitteln, die den Bewusstseinszustand trüben können. Für den Arbeitsplatz…

  • Finanzen / Bilanzen

    Steuererleichterungen im Wachstumschancengesetz: Bahn frei für das verabschiedete Gesetz

    Der Bundesrat hat dem Wachstumschancengesetz nach vielen Diskussionen in der Fassung der Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses zugestimmt, womit es nach Ausfertigung und Verkündigung in Kraft treten kann. Welche Änderungen es für Unternehmen und für Privatpersonen gibt, fasst Ecovis-Steuerberater Jan Brumbauer in Falkenstein zusammen. Nun hat auch der Bundesrat dem mehrmals überarbeiteten Wachstumschancengesetz zugestimmt. Das Gesetz tritt nach seiner Verkündigung in Kraft, wirkt aber teilweise rückwirkend. Von den ursprünglich geplanten sieben Milliarden Euro an jährlichen Entlastungsmaßnahmen für die deutsche Wirtschaft verbleibt voraussichtlich ein Entlastungsvolumen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro pro Jahr. Ziel bleibt dabei, Unternehmen in Deutschland zu fördern und ihnen steuerliche und damit auch finanzielle Erleichterungen in einer wirtschaftlich angespannten Zeit zu…

  • Finanzen / Bilanzen

    ETFs und Kryptowährung: Was Anleger bei den Steuern beachten müssen

    In den vergangenen Jahren haben ETFs und Kryptowährungen bei Anlegern erheblich an Bedeutung gewonnen. Beide Investitionsformen unterscheiden sich im Risikoprofil und bei der Renditeerwartung, aber auch in der Besteuerung. Besteuerung von ETFs ETFs (Exchange Traded Fund) bilden einen Index, der häufig aus Aktien besteht. Verkauft ein Anleger, muss er die Kursgewinne grundsätzlich mit dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent versteuern. Ausschüttungen aus ETFs unterliegen ebenso der Abgeltungssteuer. Für thesaurierende Fonds – die erzielte Rendite wird automatisch neu investiert – ist hingegen eine Vorabpauschale fällig. Diese orientiert sich am Basiszinssatz und dem Investitionsvolumen. Da auf Ebene des Fonds bereits Steuern anfallen, sind die Erträge auf der Anlegerebene teilweise von der Besteuerung freigestellt.…

  • Ausbildung / Jobs

    Bewertung auf Kununu: Arbeitnehmeranonymität ist im Zweifelsfall aufzuheben

    Zweifelt ein Unternehmen daran, ob eine negative Bewertung etwa auf Kununu von einem Beschäftigten stammt, muss das betroffene Portal die Arbeitnehmeranonymität aufheben und die Bewertung dauerhaft löschen. Ecovis-Rechtsanwalt Stefan Eglseder in Landshut erklärt den Beschluss dazu. In der digitalen Welt sind Bewertungsplattformen zu einem integralen Bestandteil des Arbeitslebens geworden. Sie bieten Mitarbeiterinnen, Bewerbern und Auszubildenden eine Plattform, um ihre Erfahrungen über Unternehmen zu teilen. Das birgt jedoch auch die Gefahr, dass (ehemalige) Beschäftigte unter dem Mantel der Anonymität gezielt versuchen, negative Bewertungen zu hinterlassen. Sie wollen damit dem Ruf des Unternehmens schaden. Mit Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg vom 8. Februar 2024 lässt sich dieser Anonymität nun ein Riegel…

  • Ausbildung / Jobs

    Homeoffice-Pauschale: Wer zahlt was in 2024?

    Das Homeoffice ist in der Arbeitswelt angekommen. Und der Gesetzgeber hat reagiert – mit dauerhaft entfristeten und erhöhten Homeoffice-Pauschalen und angepassten Regelungen zum häuslichen Arbeitszimmer. Was jetzt gilt, erklären die Steuerrechtsexperten von Ecovis. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbringen einen Teil ihrer Arbeitszeit mittlerweile im Homeoffice und fragen sich: Wer zahlt die Kosten dafür? Einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf eine Homeoffice-Regelung, so müssen Arbeitgeber dafür sorgen, dass ihren Beschäftigten alle notwendigen Arbeitsmittel zur Verfügung stehen. „Dazu gehören zum Beispiel PC, Laptop oder auch ein Telefon“, erklärt André Rogge, Steuerberater bei Ecovis in Dresden. Laufende Kosten für das Telefon oder Handy können Chefinnen und Chefs pauschal in Höhe von 20 Prozent (höchstens…

  • Finanzen / Bilanzen

    Neue MaRisk-Novelle: Nachhaltigkeit künftig Kriterium bei Kreditvergabe

    Die jüngste Novelle der „Mindestanforderungen an das Risikomanagement“ (MaRisk) verändert die Landschaft der Kreditvergabe grundlegend. Nachhaltigkeit wird künftig eine entscheidende Rolle im Kreditvergabeprozess spielen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erwartet, dass sich die Kreditinstitute mit den entsprechenden Nachhaltigkeitsrisiken bei den Kreditnehmern auseinandersetzen und diese in ihrer Risikostrategie berücksichtigen. Erich Daxberger kennt die Details. Neue Anforderungen an Unternehmen Die Überarbeitung der MaRisk bringt prüfungspflichtige Anforderungen an die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken im Kreditvergabeprozess. Kreditinstitute sind nun gefordert, relevante ESG-Daten in ihre Kreditgespräche zu integrieren und in die Risikobewertung (Rating) einfließen zu lassen. Dies wird sich auf Kreditkonditionen und -laufzeiten auswirken und die Bonitätseinschätzung von Unternehmen maßgeblich beeinflussen. Unternehmen sollten daher ihre eigenen ESG-Risiken und…

  • Fahrzeugbau / Automotive

    Elektronisches Fahrtenbuch: Diese Anforderungen muss die Fahrtenbuch-Software erfüllen

    Können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Firmenfahrzeug auch privat nutzen, müssen sie entweder die 1-Prozent-Regel anwenden oder ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch führen. In einem aktuellen Urteil hat sich der Bundesfinanzhof nun dazu geäußert, welche Kriterien ein elektronisches Fahrtenbuch erfüllen muss. Hintergrund Bei der privaten Nutzung eines im Betriebsvermögen befindlichen Pkw ist ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch zu führen, wenn der Nutzer nicht die 1-Prozent-Regel anwendet. Der Begriff des ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs ist zwar gesetzlich nicht näher definiert. Durch Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) wurden in der Vergangenheit allerdings diverse Anforderungen festgeschrieben, wann ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch vorliegt und wann nicht. Grundsätzlich muss ein Fahrtenbuch gewährleisten, dass der Nachweis des zu versteuernden Privatanteils an der Gesamtfahrleistung eine hinreichende…

  • Forschung und Entwicklung

    Gesetz über künstliche Intelligenz: EU verabschiedet wegweisende Vorschriften

    Das Europäische Parlament hat ein Gesetz über den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) verabschiedet. Dort ist geregelt, welche KI zum Einsatz kommen darf und welche nicht: So dürfen beispielsweise KI-Systeme, die die Grundrechte der Menschen einschränken oder Demokratie und Rechtsstaatlichkeit untergraben, nicht zum Einsatz kommen. Die Details erklärt Axel Keller, Rechtsanwalt und externer Datenschutzbeauftragter bei Ecovis in Rostock. Das neue Gesetz über KI, das die EU am 13. März 2024 verabschiedet hat, markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung eines umfassenden Rahmens für den verantwortungsvollen Einsatz von KI-Technologien innerhalb der Europäischen Union. Schlüsselfaktoren der Regulierung Die Verordnung zielt darauf ab, sowohl Innovationen zu fördern als auch die Bürgerinnen und Bürger sowie…