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»Grundwasser lebt. Ein verborgener Kosmos«
Wasserflöhe, Muschelkrebse oder Borstenwürmer – die meisten Menschen ahnen von dieser geheimnisvollen Unterwasserwelt nichts: Ein Großteil der Lebewesen ist für das bloße Auge unsichtbar. Die interaktive Schau zeigt die grazile Schönheit der Grundwassertiere, aber auch die Entstehung von Grundwasser und dessen Gefährdung durch den Menschen. Die vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz entwickelte Ausstellung wird um ortsspezifische Informationen zum Standort Hannover ergänzt. Zahlreiche interaktive Medienstationen, Modelle zum Anfassen und Animationen sowie eine virtuelle U-Boot-Fahrt durch die Höhlen der Grundwasserwelt bieten für Jung und Alt ein spannendes Erlebnis. Grundwasser ist ein unverzichtbares Lebensmittel. Klimawandel, Nähr- und Schadstoffeinträge, aber auch gravierende Veränderungen im Landschaftswasserhaushalt beeinträchtigen nicht nur die Trinkwassergewinnung, sondern auch…
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FrauenBilder
Wie prägen Frauenbilder unser Leben und wie prägt unser Leben diese Bilder? Julia Krahn beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit den Herausforderungen des Menschseins, den Hindernissen und den Stärken, die sich daraus ergeben. In dieser Ausstellung geht es weniger um die Darstellung von Frauen als vielmehr um die Bilder, die wir in unseren Köpfen von ihnen erzeugen. Objektifizierung, Rollenverteilung und Machtverhältnisse stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Die Ausstellung widmet sich dem Werk der renommierten Künstlerin Julia Krahn und stellt ihre Arbeiten in einen spannungsvollen Dialog mit ausgewählten Meisterwerken aus der Sammlung des Landesmuseums Hannover. Im Mittelpunkt der Schau steht die Frage, ob sich in unserer Gesellschaft wirklich etwas verändert…
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»In Echt? Virtuelle Begegnungen mit NS-Zeitzeug*innen. Virtual Reality-Erlebnis im Rahmen der Sonderausstellung KZ überlebt«, Landesmuseum Hannover
Am 15. Januar 2025 eröffnet das Landesmuseum Hannover das VR-Erlebnis »In Echt? Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug*innen«. Es ermöglicht auf digitale Weise unmittelbare Begegnungen mit Überlebenden der NS-Zeit. Die letzten Überlebenden werden nicht müde, ihre Erinnerungen mit den nachfolgenden Generationen zu teilen. Ihr Engagement dient uns als Mahnung, ihre Geschichten sind ein wichtiger Teil unseres kulturellen Gedächtnisses. Die Ausstellung »In Echt?« ist interaktiv, diskursiv und partizipativ. Sie zeigt einen möglichen Weg, wie virtuelle Zeitzeug*innengespräche die Erzählungen der Überlebenden bewahren und die Lücke füllen können, wenn es keine Zeitzeug*innen mehr gibt. Das VR-Erlebnis wird im Rahmen der noch bis 2. Februar gezeigten Sonderausstellung »KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke« angeboten und in Kooperation…
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Rekorde und Highlight
Nach einem weiteren Jahr mit Besucherrekord setzt sich das Landesmuseum Hannover auch für 2025 ehrgeizige Ziele. Mit spannenden Sonderausstellungen, vielfältigen Veranstaltungen und einem abwechslungsreichen Vermittlungsprogramm unterstreicht das WeltenMuseum einmal mehr seine kulturelle Vielfalt. »Mit rund 185.000 Besucherinnen und Besuchern haben wir 2024 das beste Ergebnis im 21. Jahrhundert erzielt – ein großartiger Erfolg, der die Attraktivität unseres Hauses eindrucksvoll unterstreicht Dieses Ergebnis zeigt zugleich, welch hohen Stellenwert Kultur für die Menschen hat und wie sehr unser abwechslungsreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm geschätzt wird«, so Prof. Dr. Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums Hannover. Die Besucher*innen dürfen sich auf ein facettenreiches Programm sowie die Rückkehr der Neuen Meister und damit den Abschluss der Neugestaltung…
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status quo museum?
Neben dem Waffen- und Drogenhandel ist der illegale Markt für Kulturgüter eine allgegenwärtige Herausforderung für die Staaten Südamerikas. Das Geschäft mit den Relikten der Vergangenheit blüht seit Jahrzehnten: Illegal ausgegrabene präkolumbische Objekte werden gezielt an Tourist*innen verkauft, Zwischenhändler*innen schmuggeln sie über die Landesgrenzen, und so gelangen sie oft auch in westliche Museen. Deren Nachfrage ist ein wesentlicher Faktor, der dazu beiträgt, die lange Tradition der illegalen Ausgrabungen (»Huaqueo«) aufrechtzuerhalten. Der »Huaqueo« reicht von der Zeit der spanischen Invasion über die Blütezeit des Sammelns im 19. und 20. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund ist die Provenienz präkolumbischer Objekte stets kritisch zu hinterfragen – das gilt für frühe Sammlungen ebenso wie für aktuelle…
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Frischer Wind. Impressionismus im Norden
Wie ein frischer Wind wehte der Impressionismus seit den 1860er Jahren von Frankreich über den ganzen Kontinent – und wirbelte die Kunstwelt des europäischen Nordens auf. In Zusammenarbeit mit dem niederländischen Museum Singer Laren und dem Museum Kunst der Westküste Alkersum/Föhr zeigt das Landesmuseum Hannover, wie die Eigenheiten der bedeutenden Kunstströmung sich in den Werken der dänischen, niederländischen und deutschen Künstler*innen niederschlugen und in eigene, landestypische Spielarten umgesetzt wurden. Rund 100 hochkarätige Gemälde und Ölstudien zeugen in der Darstellung atmosphärischer Stimmungen und flüchtiger Momentaufnahmen von originellen Themen, einer frischen Farbgebung und einer neuartigen Maltechnik der nordischen Impressionist*innen – unter ihnen bedeutende Vertreter*innen wie Anna Ancher, Isaac Israels, Johan Barthold Jongkind…
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Neues Verbundprojekt zur Aufarbeitung kolonialzeitlicher Sammlungen aus Indonesien in Niedersachsen
Ein Verbundprojekt von acht niedersächsischen Museen und Sammlungen zur Erforschung kolonialer Bestände aus Indonesien ist gestartet. Das vom Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen initiierte Projekt wird vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e. V. und dem Netzwerk koordiniert und vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert. In vielen Museen und Sammlungen in Niedersachsen finden sich auffallend große Bestände aus Indonesien. Das mag auf den ersten Blick überraschen, da Indonesien eine niederländische Kolonie war. Von diesen wurden rund 1.450 ethnographische Objekte, circa 300 naturkundliche Präparate und daneben sechs bisher nicht näher erforschte menschliche Überreste in dem Projekt „Kolonialzeitliche Sammlungen aus Indonesien in Niedersachsen“ ausgewählt, um deren Herkunft in Kooperation mit Expert:innen aus Indonesien und…
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Vergiß mein nicht.
Das Landesmuseum Hannover gibt anlässlich des weltweit zelebrierten »Día de Muertos«, dem Tag der Toten, in einer neuen WechselWelten-Ausstellung Einblick in die mexikanische Erinnerungskultur. Die Schau zeigt lustige, nachdenkliche und gefühlvolle Momente des Todes im Leben. Der Thementag am 2.11.2024, veranstaltet in Kooperation mit der mexikanischen Community, dem Mexikanischen Honorarkonsulat in Hannover und dem Deutsch-Mexikanischen Freundeskreises e.V., macht die Feierlichkeiten lebendig. Der Día de Muertos ist ein in Mexiko und in der gesamten Großregion begangener Tag zur Feier der Verstorbenen. Seit geraumer Zeit erfährt der Mexikanische Gedenktag auch ein großes internationales Interesse. 2008 wurde er als »Indigenes Fest zu Ehren der Toten« von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe gelistet und…
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KZ überlebt. Porträts von Stefan Hanke
Als Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen stehen die Überlebenden der Konzentrations- und Vernichtungslager mit ihren unterschiedlichen Biografien im Fokus der Arbeit des Regensburger Fotografen Stefan Hanke. Das Landesmuseum Hannover präsentiert in Kooperation mit der Villa Seligmann über 72 eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Porträts und lädt Betrachter*innen zu einer nachhaltigen Begegnung mit außergewöhnlichen Menschen ein. Von 2004 bis 2014 suchte der Fotograf Stefan Hanke (geboren 1961 in Regensburg) in sieben europäischen Ländern 121 Überlebende der nationalsozialistischen Konzentrationslager auf. Ohne vorgefasste Opferschablone porträtierte Hanke sie in ihrem Lebensumfeld oder an historischen Orten ihres Leidens. Bildkomposition und Aufnahmeort reflektieren die Geschichte der Protagonist*innen. »Die Überlebenden wurden zwar aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern befreit, aber ihr Leidensweg war damit nicht zu Ende.…
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Rubens, van Dyck, Lorrain: die alten Meister sind zurück
Die KunstWelten wachsen: Drei weitere Räume im zweiten Obergeschoss des Landesmuseums Hannover eröffnen einen neuen Blick auf die Alten Meister. Die neu gestalteten Kunstsäle stehen im Zeichen des Barock und überzeugen durch ein frisches Farbkonzept und eine großzügige Raumarchitektur. Auf die großen Altäre des Mittelalters und die Kunst der Renaissance folgen nun die Meister des italienischen und niederländischen Barock. Gemeinsam mit der international renommierten Agentur »facts and fiction«, die seit 2013 an der Neugestaltung des Landesmuseums Hannover zum WeltenMuseum beteiligt ist, wurde ein innovatives Gestaltungskonzept entwickelt, das ein zeitgemäßes Besuchserlebnis schafft. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich Italien zu einem zentralen Reiseziel für europäische Adelige und Künstler. Eine Reise in den…