• Gesundheit & Medizin

    Low-Value Care im Fokus: Erkenntnisse und Handlungsoptionen

    Der Kostendruck im Gesundheitssystem steigt, das Thema Low-Value Care wird dadurch dringlicher: Wie aber lassen sich medizinische Leistungen, die für Patientinnen und Patienten wenig oder keinen Nutzen bieten und unnötig Ressourcen beanspruchen, überhaupt systematisch identifizieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen IQWiG-Herbst-Symposiums. Im ersten Teil des Symposiums geht es um Evidenz und wissenschaftliche Grundlagen zum Thema. Präsentiert werden etwa Erkenntnisse aus der Versorgungsforschung, die Sichtweise der Hausärztinnen und -ärzte findet ebenfalls Berücksichtigung. Auch Impulse aus dem Ausland wird es geben: In den Niederlanden etwa gibt es bereits einige Erfahrungen mit der Reduzierung von Low-Value Care, die hier diskutiert werden sollen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird das Thema Low-Value…

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    Nutzen von KI-Systemen bei der radiologischen Befundung von Lungenkrebs derzeit nicht ausreichend belegt

    Zur Erkennung und Untersuchung verschiedener Krankheiten wie z. B. auch Lungenkrebs werden Röntgen- oder Computertomografie (CT)-Aufnahmen der Lunge gemacht. Deren Auswertung erfolgt unter anderem auch softwaregestützt. Aufgrund des aktuellen technischen Fortschritts werden Systeme der Künstlichen Intelligenz (KI-Systeme) erprobt, um Radiologinnen und Radiologen bei der Auswertung von Röntgen- und CT-Bildern der Lunge zu unterstützen. Auf Vorschlag eines Bürgers untersucht der nun vorliegende IQWiG-Bericht, ob Lungenkrebs sich auf Röntgen- oder CT-Bildern mit KI-Unterstützung ebenso gut oder besser erkennen lässt als ohne KI. Der im Rahmen des IQWiG-Verfahrens „ThemenCheck Medizin“ erstellte Bericht untersucht auch, welche Folgen das für die Versorgung haben könnte. Hierfür betrachtete das IQWiG zwei Fragestellungen: Die erste betrifft Erwachsene mit…

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    Joint Clinical Assessments: ein neues Kapitel in der europäischen Arzneimittelpolitik

    Anlässlich der Veröffentlichung des ersten Joint Clinical Assessments (JCA) im Rahmen der EU-HTA-Verordnung erörtern Huseyin Naci von der London School of Economics und Beate Wieseler vom IQWiG in einem Artikel im New England Journal of Medicine die Auswirkungen dieses Meilensteins der europäischen Arzneimittelpolitik – in Europa und darüber hinaus. "Wir hoffen, dass die JCAs langfristig die Evidenzbasis verbessern. Denn wenn Zulassung und Health Technology Assessment parallel laufen, steigt der Anreiz, von Anfang an gute Studien mit relevanten Vergleichsarmen durchzuführen." – Beate Wieseler, Leiterin des IQWiG-Ressorts Arzneimittelbewertung, über einen NEJM-Artikel zu Joint Clinical Assessments, 09/2026 Die HTA-Verordnung wurde aufgrund der verzögerten Verfügbarkeit in einigen Ländern und des ungleichen Zugangs zu neuen…

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    15 Jahre AMNOG zeigen: Man muss es nur wollen

    „Diese Dossierbewertung zeigt einmal mehr: Es geht. Auch bei seltenen Erkrankungen lassen sich aussagekräftige vergleichende Studien durchführen. Die Hersteller sind hier in der Verantwortung.“ Katrin Nink, Bereichsleiterin im IQWiG-Ressort Arzneimittelbewertung, zur Dossierbewertung A26-60 (Blinatumomab) 09/2026 Am 1. September hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) 14 Dossierbewertungen veröffentlicht – und damit die ersten 1000 vollgemacht. Neben der schieren Menge ist auch das breite Spektrum der Konstellationen in den Hersteller-Dossiers bemerkenswert. Große Indikationen – immer noch ohne aktive Vergleiche Vor 15 Jahren trat das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) in Kraft. Nach wie vor legen die Hersteller oft Studiendaten vor, die für eine Bewertung des Zusatznutzens gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie ungeeignet sind –…

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    Früherkennung einer Alzheimer-Demenz: Ethische Bewertung einer frühdiagnostischen Untersuchung für symptomlose Personen

    Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Aufarbeitung ethischer, sozialer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte, die mit der Früherkennung einer Alzheimer-Demenz bei symptomlosen Personen verbunden sind. Die Früherkennung soll der prognostischen Einschätzung des Risikos für eine Alzheimer-Demenz zu einem späteren Zeitpunkt dienen. Die nun vorliegenden vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht das IQWiG mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von anderen Interessierten miteinzubeziehen. Das IQWiG bittet um Stellungnahmen Zu dem vorläufigen Bericht bittet das IQWiG bis zum 11.09.2026 um Stellungnahmen. Es handelt sich dabei um eine ethische Bewertung unter Berücksichtigung sozialer, rechtlicher und organisatorischer Aspekte in Orientierung am methodischen Vorgehen einer Public-Health-Ethik nach Marckmann im Rahmen des IQWiG-Verfahrens ThemenCheck Medizin. Die Fragestellungen der ThemenCheck-Berichte gehen…

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    Noch Plätze frei: IQWiG-Datensymposium sucht nach Lösungen für den stationären Sektor

    Interessierte können sich über die IQWiG-Webseite für die Veranstaltung anmelden. Der Titel des Symposiums lautet: „Datenzugang macht einen Unterschied: bessere Entscheidungen für den stationären Sektor“. Im Fokus stehen dabei diese Fragen: Wer benötigt welche Daten zum stationären Sektor – und wofür? Wer verfügt über welche Daten? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es für diese Datennutzung – und warum? Beleuchtet wird das Thema aus den verschiedenen Blickwinkeln: Aus Sicht der Datennutzer referieren Esra Eren Bayindir (Universität Hamburg), Ulrike Nimptsch (TU Berlin), Julian Witte (Vandage) und Sarah Mostardt (IQWiG). Die Perspektive der Datenhalter vertreten Jennifer Pohle (IQTiG), Christian Brachem (FDZ Gesundheit / BfArM), Stefan Kwast (Helios Health Institute), Dirk Horenkamp-Sonntag (Techniker Krankenkasse) und Roland Nagel (Gesundheitsforen…

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    Diabetische Retinopathie: Fundusfotografie als Alternative zur Ophthalmoskopie

    Die diabetische Retinopathie ist eine Folgeerkrankung von Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2. Unbehandelt kann sie zur Einschränkung der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung führen. Im Mittel ist etwa ein Viertel der Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes davon betroffen. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des IQWiG nun die Vor- oder Nachteile der Fundusfotografie untersucht. Dabei ging es um Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2, bei denen keine bekannte abklärungs- oder behandlungsbedürftige diabetische Retinopathie vorliegt. Die Fundusfotografie sollte als vorgeschaltetes Screening-Instrument dienen. Verglichen wurde die diagnostische Güte der Fundusfotografie einerseits und der binokularen Untersuchung des Augenhintergrundes (Ophthalmoskopie) nach Erweiterung der Pupille durch…

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    Neugeborenen-Screening auf metachromatische Leukodystrophie (MLD): Deutliche Vorteile für betroffene Kinder

    Die metachromatische Leukodystrophie (MLD) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt meist bereits im Kleinkind- oder frühen Kindesalter auf führt zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen, u. a. wegen des fortschreitenden Funktionsverlusts des zentralen und peripheren Nervensystems. In Deutschland geht man von 5 bis 16 neuen Fällen pro Jahr aus. Unbehandelt führt die Erkrankung meist innerhalb weniger Jahre zum Tod. Doch dank einer verfügbaren Gentherapie lassen sich nach einer Diagnose noch vor den ersten Symptomen bei etwa der Hälfte der betroffenen Kinder ausgeprägte Beschwerden und der frühe Tod verhindern. Einen erheblichen Zusatznutzen der Gentherapie bei MLD im späten Säuglings- oder frühen Kindesalter hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bereits Ende 2021 festgestellt. Dies führte in…

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    Anmeldestart: IQWiG-Datensymposium sucht nach Lösungen für den stationären Sektor

    Interessierte können sich über die IQWiG-Webseite für die Veranstaltung anmelden. Der Titel des Symposiums lautet: „Datenzugang macht einen Unterschied: bessere Entscheidungen für den stationären Sektor“. Im Fokus stehen dabei diese Fragen: Wer benötigt welche Daten zum stationären Sektor – und wofür? Wer verfügt über welche Daten? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es für diese Datennutzung – und warum? Beleuchtet wird das Thema aus den verschiedenen Blickwinkeln: Aus Sicht der Datennutzer referieren Esra Eren Bayindir (Universität Hamburg), Ulrike Nimptsch (TU Berlin), Julian Witte (Vandage) und Sarah Mostardt (IQWiG). Die Perspektive der Datenhalter vertreten Jennifer Pohle (IQTiG), Christian Brachem (FDZ Gesundheit / BfArM), Stefan Kwast (Helios Health Institute), Dirk Horenkamp-Sonntag (Techniker Krankenkasse) und Roland Nagel (Gesundheitsforen…

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    Der IQWiG-Jahresbericht 2025 liegt vor

    2025 prägten neue Aufgaben und Methoden das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Mit der 2024 in Kraft getretenen Krankenhausreform hatte das IQWiG die neue Aufgabe erhalten, wissenschaftliche Empfehlungen für Mindestvorhaltezahlen für Leistungsgruppen in der Krankenhausversorgung zu erstellen. Dafür erarbeitete das Institut 2025 die nötige Methodik und erprobte neue Beteiligungsformate wie Workshops und Webinare. Zudem entwickelte das Institut neue methodische Ansätze, um den Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und Qualität auch bei seltenen Eingriffen und Erkrankungen systematisch bewerten zu können, wenn direkte Evidenz fehlt. Auf Basis solcher Bewertungen entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) über mögliche Mindestmengen für die Erbringung komplexer Krankenhausbehandlungen. Ein weiterer Schwerpunkt 2025 war die erste komplett eigenständig durchgeführte Modellierung zu einer Screening-Fragestellung. Am…