• Gesundheit & Medizin

    Expertengremium zeigt Möglichkeiten zur Verbesserung von Krebs-Studien auf

    Zum Zeitpunkt der Zulassung sind viele Fragen zum optimalen Einsatz von neuen Krebsmedikamenten unbeantwortet. Das betrifft zum Beispiel die geeignete Dosierung in verschiedenen Patientengruppen, die Dauer der Behandlung, aber auch den Vergleich der verfügbaren Therapieoptionen untereinander oder deren optimale Reihenfolge. Wegen dieser Wissenslücken werden oft nicht die bestmöglichen Ergebnisse für Patientinnen und Patienten erzielt. Dieses Problem hat sich in den letzten Jahren verschärft, weil die Bemühungen sich mehr auf die rasche Zulassung neuer Wirkstoffe als auf deren optimalen Einsatz im klinischen Alltag konzentriert haben. Die Publikation fasst die Ergebnisse eines Workshops des Cancer Medicines Forum bei der europäischen Arzneimittel-Zulassungsbehörde European Medicines Agency (EMA) zusammen, an dem auch das IQWiG beteiligt…

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    Weitere Therapieoption beim multiplen Myelom in später Therapielinie: eher unmet evidence need als unmet medical need

    Linvoseltamab wird als Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom eingesetzt, die bereits mindestens drei Therapien durchlaufen haben. Im April 2025 erteilte die EU-Kommission dem bispezifischen Antikörper eine bedingte Zulassung. Damit stand der Wirkstoff bereits früh zur Verfügung, obwohl noch keine ausreichenden Daten für eine uneingeschränkte Zulassung vorlagen. Solche bedingten Zulassungen sind dann möglich, wenn der medizinische Bedarf nicht gedeckt ist („unmet medical need“) – etwa bei schweren Krankheiten ohne Therapieoption – und der Nutzen-Risiko-Vorteil bereits vielversprechend erscheint. „Wir waren überrascht, dass die EU-Kommission Linvoseltamab auf Basis der Ergebnisse einer einarmigen Studie beschleunigt zugelassen hat“, sagt Philip Kranz, Bereichsleiter Hämato-Onkologie und Infektiologie beim IQWiG. „Angesichts der…

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    Darmkrebs-Screening: IQWiG-Vorbericht zur unteren Altersgrenze und Koloskopie-Frequenz liegt vor

    Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) überprüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit die unteren Altersgrenzen sowie den zeitlichen Abstand und die Anzahl der Koloskopien zur Früherkennung bei Personen ohne Verdacht auf Darmkrebs und ohne spezifisch erhöhtes Darmkrebsrisiko. Konkret wird der Nutzen eines Darmkrebs-Screenings mittels Koloskopie oder immunologischen Tests auf okkultes Blut im Stuhl bei Personen unter 50 Jahren im Vergleich zu keinem Darmkrebs-Screening bewertet. Mit Blick auf die Koloskopie-Frequenz eines Darmkrebs-Screenings bei Personen ab 45 Jahren bewertet das IQWiG den Nutzen von drei verschiedenen Ablaufvarianten im Vergleich zum derzeitigen Darmkrebs-Screening mittels Koloskopie…

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    Trastuzumab deruxtecan bei Magenkarzinom: Jetzt beträchtlicher Zusatznutzen

    Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) jetzt erneut untersucht, ob Trastzumab deruxtecan bei Erwachsenen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs – die bereits ein vorhergehendes Trastuzumab-basiertes Therapieschema in der Erstlinientherapie erhalten haben – Vorteile gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet. Magenkrebs wird als HER2-positiv bezeichnet, wenn die Tumorzellen sehr viele Rezeptoren des Typs HER2 haben, an denen Wachstumsfaktoren andocken, die die Zellteilung anregen. Bereits im Dezember 2022 war Trastuzumab deruxtecan für dieses Anwendungsgebiet zugelassen worden. Die daran anschließende frühe…

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    IQWiG veröffentlicht Vorbericht über Beckenbodentraining in der Schwangerschaft zur Prävention von prä- und postpartaler Harninkontinenz

    Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) prüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit den Nutzen eines Beckenbodentrainings in der Schwangerschaft zur Prävention von prä- und postpartaler Harninkontinenz. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergleichen dabei das Beckenbodentraining in der Schwangerschaft mit anderen in Deutschland verfügbaren Maßnahmen zur Prävention von Harninkontinenz beziehungsweise zu keinen präventiven Maßnahmen bei schwangeren Frauen ohne Symptome einer Harninkontinenz. Die vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht das IQWiG nun mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von allen Interessierten miteinzubeziehen. Stellungnahmen zum Vorbericht sind möglich bis zum 27.01.2026. Nähere Informationen finden sich auf der Webseite des IQWiG. Zum Ablauf der Berichterstattung Den Berichtsplan für dieses Projekt hatte das IQWiG am…

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    Die Methoden des IQWiG: Neue Version gilt ab sofort

    Gutachten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bilden die wissenschaftliche Basis für zentrale Entscheidungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Dazu gehören der Ein- und Ausschluss medizinischer Leistungen, die Festlegung jährlicher Mindestmengen für komplexe Eingriffe in Krankenhäusern und die Verhandlung von Erstattungspreisen neuer Arzneimittel. Umso wichtiger ist es, dass das IQWiG seine Bewertungsmethoden stets aktuell, fachlich anerkannt und transparent hält. Das Institut hat nun die Überarbeitung seines Methodenpapiers abgeschlossen und die Version 8.0 seiner Allgemeinen Methoden auf www.iqwig.de veröffentlicht. „Im Vergleich zur vorläufigen Version, die wir Ende Februar 2025 zur Diskussion gestellt hatten, gab es nach externen Stellungnahmen einige Anpassungen. Wir haben Formulierungen präzisiert und unsere Vorgehensweise teils genauer erklärt. Gravierende Änderungen waren…

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    IQWiG veröffentlicht Vorbericht zum Aktualisierungsbedarf beim DMP COPD

    Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zur Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) identifiziert, um deren Empfehlungen mit der Disease-Management-Programm-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) abzugleichen und eventuelle Diskrepanzen festzustellen. Für den jetzt vorliegenden Vorbericht wertete das Wissenschaftlerteam des IQWiG Empfehlungen aus elf nationalen und internationalen evidenzbasierten Leitlinien aus. Die vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht das IQWiG nun mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von allen Interessierten miteinzubeziehen. Stellungnahmen zum Vorbericht sind möglich bis zum 20.01.2026 und über ein Online-Formular einzureichen. Nähere Informationen finden sich auf der Webseite des IQWiG. Zum Ablauf der Berichterstellung Der G-BA hat das IQWiG am 14.5.2025 mit einer Leitliniensynopse zur Aktualisierung…

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    Vulvodynie: Welche nicht medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten sind erfolgsversprechend?

    Im Auftrag des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht derzeit ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Federführung des Instituts für Forschung in der Operativen Medizin, Universität Witten/Herdecke, den Nutzen nicht medikamentöser Verfahren wie u. a. Beckenbodentherapie oder Psychotherapie bei der Behandlung von Vulvodynie (Juckreiz und Schmerzen im Vulvabereich). Die Wissenschaftler vergleichen diese Ansätze mit medikamentösen Behandlungen, anderen nicht medikamentösen Verfahren, Placebos, einer Wartekontrollgruppe oder dem Verzicht auf eine Behandlung.   Die nun vorliegenden vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht das IQWiG mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von anderen Interessierten miteinzubeziehen. Das IQWiG bittet um Stellungnahmen Zu dem vorläufigen Bericht bittet das IQWiG…

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    Lecanemab bei früher Alzheimer-Krankheit: Bislang unveröffentlichte Daten zeigen keinen Zusatznutzen

    Seit September 2025 ist Lecanemab in Deutschland zur Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit verfügbar. Das Medikament soll das Fortschreiten der Erkrankung bremsen und darf nur bei Erwachsenen eingesetzt werden, die [*]leicht kognitiv beeinträchtigt sind oder an einer leichten Demenz leiden, [*]typische Eiweißablagerungen (Amyloid-Beta-Plaques) im Gehirn aufweisen und [*]höchstens eine Kopie der Genvariante ApoE ε4 im Erbgut tragen. In einer Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob Lecanemab bei diesen Patientinnen und Patienten Vorteile gegenüber dem bisherigen Therapiestandard bietet. Für Betroffene mit leichter kognitiver Störung (engl. mild cognitive impairment, MCI) hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) „beobachtendes Abwarten“ als zweckmäßige Vergleichstherapie festgelegt, auch weil es für diese Gruppe…

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    IQWiG veröffentlicht Vorbericht über Akupunktur zur Prophylaxe bei Migräne

    Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) prüft das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Migräne den Nutzen einer manuellen (klassischen) Akupunktur mit Nadeln zur Migräneprophylaxe im Vergleich zu einer medikamentösen Migräneprophylaxe beziehungsweise zu keiner medikamentösen Migräneprophylaxe für den Fall, dass diese wegen Unwirksamkeit, Unverträglichkeit oder Kontraindikation nicht angezeigt ist. Die vorläufigen Bewertungsergebnisse veröffentlicht das IQWiG nun mit dem Ziel, wichtige Argumente oder Hinweise aus der Fachöffentlichkeit und von allen Interessierten miteinzubeziehen. Stellungnahmen zum Vorbericht sind möglich bis zum 23.12.2025 und über ein Online-Formular einzureichen. Nähere Informationen finden sich auf der Webseite des IQWiG. Zum Ablauf der Berichterstattung Den Berichtsplan für dieses Projekt…