• Gesundheit & Medizin

    Künstliche Intelligenz lernt Knochenbrüche und Nierenschäden zu erkennen

    Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg hat Anfang Oktober 2021 Hochleistungsserver in Betrieb genommen, mit denen Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Radiologie für den Patient*innenbetrieb erforscht und entwickelt werden sollen. Mit den neuen Servern wird es möglich, große Mengen hochkomplexer Bilddaten mittels Künstlicher Intelligenz auszuwerten. Die Server sind mit einem Terabyte Arbeitsspeicher und 4 Grafikprozessoren der neuesten Generation ausgestattet. „Die Radiologie gehört seit jeher zu den digitalen Vorreiterinnen in der Medizin. Jetzt gehen wir mit dem Aufbau der KI-unterstützten Diagnosestellung weiter voran. Dank Künstlicher Intelligenz wollen wir Bilddaten vieler Patient*innen vergleichen und so neue Krankheitsanzeichen erkennen. Für die Patient*innen bedeutet das, dass eine Therapie…

  • Gesundheit & Medizin

    Natürliche Gentherapie bei Blutkrebs im Kindesalter häufiger als angenommen

    Seltene Krankheiten sind schwer zu erforschen. Denn die meisten Ärzt*innen sehen in ihrem Berufsleben höchstens wenige Betroffene. Gleichzeitig stehen seltene Erkrankungen oft modellhaft für Prinzipien in der Medizin. Wie wichtige daher Fortschritte bei seltenen Erkrankungen sind, zeigen nun Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen. Sie untersuchten in einer seit 1998 laufenden internationalen Studie genetische Veränderungen bei Kindern mit myelodysplastischem Syndrom, kurz MDS. Die beteiligten Forscher*innen zeigten, dass etwa acht Prozent der Betroffenen vererbbare Genveränderungen in denen Genen SAMD9 oder SAMD9L haben, die ursächlich für die Krankheit sind. Die Genveränderungen in SAMD9/SAMD9L führen zu einer Wachstumshemmung der Blutstammzellen im Knochenmark. In 61 Prozent der Fälle konnten die Forscher zeigen,…

  • Gesundheit & Medizin

    Laser statt Augentropfen: Freiburger Augenarzt zeigt effektive Behandlung für Grünen Star in Tansania auf

    Weltweit leidet mindestens eine Milliarde Menschen an einer Sehbehinderung, die ihre Lebensqualität einschränkt. Die meisten von ihnen leben in einkommensschwachen Regionen. Eine der häufigsten Ursachen für eine schwerwiegende Sehbeeinträchtigung ist das Glaukom, das auch als Grüner Star bekannt ist. Wie sich seine Behandlung durch eine Lasertherapie deutlich verbessern lässt, konnte ein Forschungsteam unter Leitung der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg und des International Centre for Eye Health in London zeigen. Die Ergebnisse veröffentlichten die Augenexpert*innen zum Welttag des Sehens am 14. Oktober 2021 in der Fachzeitschrift The Lancet Global Health. Beim Glaukom ist die Zirkulation des Augenwassers gestört. Dadurch steigt der Augeninnendruck und schädigt die Zellen des Sehnervs. Auf…

  • Gesundheit & Medizin

    Studie zur Vermeidung von Kurzsichtigkeit bei Kindern startet

    Fast jedes zweite Kind in Europa wird bis ins junge Erwachsenenalter kurzsichtig. Diese Kurzsichtigkeit entsteht durch übermäßiges Wachstum des Augapfels. Dass dieses Wachstum durch Atropintropfen aus der Tollkirsche gebremst werden kann, ist seit mehr als 100 Jahren bekannt. Doch aufgrund von Nebenwirkungen wie Blendung oder Nahsichtunschärfe war eine Therapie lange unmöglich. Erste Studien aus Asien und Vorstudien am Universitätsklinikum Freiburg zeigten, dass hochverdünntes Atropin gute Effekte ohne diese unangenehmen Nebenwirkungen zeigt. In einer bundesweiten Studie unter Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) soll nun bei Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren überprüft werden, ob und welche Atropin-Dosierung optimal ist, um Kurzsichtigkeit zu vermeiden oder ihre Entwicklung zu bremsen. Studieninteressierte…

  • Gesundheit & Medizin

    30. Geriatrietag in Freiburg

    Die Akutversorgung, ambulante Behandlung sowie Rehabilitationsmaßnahmen für ältere Menschen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Schon heute ist rund jeder siebte Mensch in Deutschland älter als 70 Jahre. Am Freitag, 15. Oktober 2021 findet von 10.30 Uhr bis 18 Uhr der 30. Geriatrietag des Landes Baden-Württemberg als Hybridveranstaltung im Paulussaal Freiburg, Dreisamstraße 3 sowie online statt. Die Tagung wird vom Zentrum für Geriatrie und Gerontologie des Universitätsklinikums Freiburg organisiert. Unter dem Motto „Innovation Geriatrie“ widmet sich das Programm unter anderem den neuen Aufgaben und der Vernetzung der baden-württembergischen Geriatrischen Zentren und Geriatrischen Schwerpunkte. „Eine qualitativ hochwertige, flächendeckende Versorgung im Sinne einer personenzentrierten, ganzheitlichen und sektorenübergreifenden Versorgung älterer Menschen ist auf vielfältige…

  • Gesundheit & Medizin

    Tiefe Hirnstimulation bei Depressionen: 70. Patientin behandelt

    Schätzungen gehen davon aus, dass zehn bis 30 Prozent aller Menschen mit wiederkehrender Depression nicht auf die bisher zugelassenen Therapien wie Medikation und Psychotherapie ansprechen. Für einige von ihnen könnte die Tiefe Hirnstimulation eine Therapieoption darstellen. Am Universitätsklinikum Freiburg haben Prof. Dr. Volker A. Coenen, Leiter der Abteilung Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie an der Klinik für Neurochirurgie, und sein Kollege Prof. Dr. Thomas Schläpfer, Leiter der Abteilung für Interventionelle Biologische Psychiatrie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, im August gemeinsam die 70. Tiefe Hirnstimulation bei einer schwer depressiven Patientin durchgeführt. Damit verfügen die beiden Experten bei dieser Therapieform über die meiste Erfahrung in Deutschland. Schnelle, anhaltende Linderung nach vielen…

  • Gesundheit & Medizin

    Freiburger Wissenschaftler*innen schlüsseln Immunantwort nach SARS-CoV-2-Impfung auf

    Angesichts der weltweit weiterhin hohen Infektionszahlen bietet eine Impfung einen wichtigen Schutz gegen eine schwere Erkrankung an COVID-19. Wann sich nach einer Impfung mit einem mRNA-basierten Impfstoff ein erster Immunschutz feststellen lässt und wie sich die Reaktionen der unterschiedlichen Bestandteile des menschlichen Immunsystems über Monate entwickeln, konnten jetzt Wissenschaftler*innen der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg detailliert aufschlüsseln. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher*innen am 28. Juli 2021 in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature. „Bereits zehn Tage nach der ersten Impfdosis besteht ein effektiver Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf. Zu diesem Zeitpunkt sind neutralisierende Antikörper, die das Eindringen des Virus in die Zellen verhindern, jedoch kaum nachweisbar. Stattdessen geht diese frühe…

  • Gesundheit & Medizin

    Kinder entwickeln langfristige Immunität gegen COVID-19

    Wie verläuft eine COVID-19-Infektion bei Kindern, sind sie nach einem milden Verlauf geschützt und welche Rolle spielen sie im Pandemiegeschehen als Erkrankte, Infektionsherde und -verstärker? Diese zentralen Fragen haben Wissenschaftler*innen der Universitätsklinika in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm in der vom Land Baden-Württemberg initiierten und finanzierten COVID-19-Kinder-Studie untersucht. Sie zeigten, dass Kinder sich innerhalb der Familien deutlich seltener ansteckten als Erwachsene und der Verlauf meist deutlich milder war. Gleichzeitig war die Immunantwort bei Kindern im Schnitt stärker und hielt länger an als bei Erwachsenen, unabhängig davon, ob Symptome auftraten. Die Ergebnisse sind am 23. Juli 2021 als Preprint veröffentlicht worden. Weniger Symptome, besserer Immunschutz Für die Studie wurden 328 Familien…

  • Gesundheit & Medizin

    Überleben nach Herzstillstand – Freiburger Herzchirurg*innen entwickeln neue Technik

    Forscher*innen der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg haben einen Therapieansatz entwickelt, mit dem Menschen nach einem Herzstillstand deutlich erfolgreicher als bisher reanimiert werden können – oft ohne neurologische Komplikationen / Studie in Nature Reviews Neuroscience fasst entscheidende Faktoren zusammen / Neue „Herz-Lungen-Maschine“ ermöglicht die klinische Umsetzung Rund 50.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen plötzlichen Herzstillstand. Passiert er außerhalb eines Krankenhauses, liegen die Überlebenschancen bei nur zehn Prozent. Zudem leiden Überlebende oft unter schweren bleibenden neurologischen Schäden. Am 21. Juli 2021 haben Forscher*innen der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg gemeinsam mit deutschen und US-Kolleg*innen einen Übersichtsartikel im Fachmagazin Nature Reviews Neuroscience veröffentlicht, in dem sie die wichtigsten therapeutischen Faktoren für…

  • Gesundheit & Medizin

    Neue Therapie macht Stammzelltransplantationen langfristig sicherer

    Für viele Menschen mit einer akuten Leukämie ist die Transplantation von Blutstammzellen gesunder Spender*innen die letzte Behandlungschance. Doch bei etwa jede*r zweiten Patient*in greifen die eingesetzten Immunzellen einige Monate nach der Transplantation Gewebe des/der Empfänger*in an und schädigen es zum Teil lebensbedrohlich. Fachleute sprechen von einer chronischen Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion oder Graft-versus-Host-Disease (GVHD). Lässt sich die GVHD nicht durch eine anschließende Kortisonbehandlung kontrollieren, können Ärzt*innen künftig auf eine neue Therapie zurückgreifen. Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg zeigen nun, dass bei diesen Patient*innen eine Behandlung mit dem Wirkstoff Ruxolitinib deutlich besser wirkt als die bisherige Standardtherapie. Die Ergebnisse der weltweit durchgeführten Phase-3-Studie wurden am 15. Juli 2021 im New England Journal of Medicine veröffentlicht.…