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    30 Jahre Völkermord in Ruanda

    Am 7. April 2024 jährt sich zum 30. Mal der Völkermord der Hutu an der Minderheit der Tutsi in Ruanda. Im Jahr 1994 wurden innerhalb von 100 Tagen mehr als 800.000 Tutsi ermordet. Die internationale Gemeinschaft intervenierte zu spät und der Völkermord geschah so vor den Augen der Weltöffentlichkeit. Die heutigen jährlichen Gedenkfeiern während der hunderttägigen Staatstrauer in Ruanda bieten eine wichtige Gelegenheit, um die Opfer des Völkermords in Erinnerung zu behalten und sich mit den Überlebenden zu solidarisieren, aber auch um die aktuellen Erscheinungsformen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Hassreden, Völkermordideologien und Völkermordleugnung zu verurteilen. Unter Bezugnahme auf das Jahresthema 2023 "Remember. Unite. Renew" („Erinnern. Verbinden. Erneuern.“) ruft die diesjährige Gedenkveranstaltung in Ruanda internationale und zivilgesellschaftliche Organisationen dazu auf, ihr Engagement für die Abwendung und Bekämpfung von Massenmorden fortzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass derartige Verbrechen nie wieder – weder…

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    Rassismus und Kirche

    Zum internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März erinnert die Vereinte Evangelische Mission (VEM) daran, dass laut Mikrozensus im Jahr 2022 in Deutschland mehr als 26 Prozent aller Erwachsenen und über 40 Prozent aller Grundschulkinder einen Migrationshintergrund und dadurch eine andere Lebenswirklichkeit hatten als die meisten weißen deutschen Menschen. Dies gelte beispielsweise für People of Color, deren Lebensrealität von strukturellen, institutionellen und individuellen Diskriminierungen – auch im kirchlichen Kontext – bestimmt werde. Hier seien die kirchlichen Verantwortlichen gefordert, einen Perspektivwechsel zu vollziehen, um die verschiedenartigen Formen von Diskriminierung auch innerhalb der eigenen weiß geprägten Institution wahrzunehmen und Verantwortung für den Schutz der Betroffenen zu übernehmen. Großer Bedarf an antirassistischer Bildungsarbeit in Deutschland „Seit den Aufdeckungen der Correctiv-Recherchen…

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    Deutsche Kirchen der VEM unterstützen kongolesische Kirche mit 40.000 Euro

    Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) sagen eine Soforthilfe in Höhe von insgesamt 40.000 Euro zu, um die Baptistenkirche in Zentralafrika („Communauté Baptiste au Centre de l’Afrique, CBCA) mit ihren unverzüglichen Hilfsmaßnahmen für Binnengeflüchtete im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu unterstützen. Ausgelöst wurde die erneute Vertreibung Tausender Menschen in Richtung der Provinzhauptstadt Goma durch die seit Anfang Februar dieses Jahres eskalierenden Spannungen zwischen den kongolesischen Regierungstruppen und der Rebellengruppe M23 („Mouvement du 23 Mars“, „Bewegung des 23. März“). „Bereits seit 1998 müssen unschuldige Menschen im Osten Kongos so viel Leid ertragen und es wird…

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    Andar Parlindungan als neuer Generalsekretär der VEM im Gottesdienst eingeführt

    Seit dem 1. März hat die Vereinte Evangelischen Mission (VEM) mit Pfarrer Dr. Andar Parlindungan einen neuen Generalsekretär in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden. Parlindungan wurde am Freitag-Nachmittag im Rahmen eines internationalen Gottesdienstes in der Unterbarmer Hauptkirche in Wuppertal in sein neues Amt eingeführt. Aufsichtsratsmitglieder und Repräsentant*innen der Mitgliedskirchen aus Afrika, Asien und Deutschland nahmen die Einsegnung des 48jährigen Generalsekretärs vor. Mit dem aus Indonesien stammenden Pfarrer leitet erstmals ein Theologe aus einer südostasiatischen Mitgliedskirche die internationale Kirchengemeinschaft. Zuvor wurde der scheidende Generalsekretär der VEM, Pfarrer Volker M. Dally, von Bischöfin Beate Hofmann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im selben Gottesdienst offiziell von seinem Amt entpflichtet und in den Ruhestand…

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    Scheidender Generalsekretär der VEM zieht Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit

    Der scheidende Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), Pfarrer Volker Martin Dally, zieht kurz vor seinem Wechsel in den Ruhestand Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit. In einem englischsprachigen YouTube-Video beschreibt er die Meilensteine, die er während seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender der Gemeinschaft aus Kirchen in Afrika, Asien und Deutschland erreicht hat.  Dominanz deutscher Kirchen überwinden Als persönlich größten Erfolg nennt der 63jährige Theologe die Überwindung der historisch bedingten Dominanz durch die in der Minderheit befindlichen deutschen Mitglieder zugunsten der Mehrheit aus afrikanischen und asiatischen Mitgliedskirchen und die damit einhergehende Herstellung des Gleichgewichts zwischen den Regionen. Dies äußere sich beispielsweise mit dem Bau von großzügigen Regionalbüros im indonesischen Pematangsiantar und im tansanischen Daressalam.…

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    Pfarrer*innen in Afrika: Angst vor dem Ruhestand

    Noch bis zum 20. Januar treffen sich 15 Leiter*innen afrikanischer Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) im tansanischen Daressalam, um sich über die Herausforderungen auszutauschen, die kirchliche Amtsträger*innen in afrikanischen Ländern mit dem Renteneintritt zu bewältigen haben. Veranstaltet wird der fünftägige Workshop von dem afrikanischen Regionalbüro der VEM. Schlecht vorbereitet in den Ruhestand Der Workshop stellt fest, dass Amtsträger*innen in den afrikanischen VEM-Mitgliedskirchen oftmals mental, finanziell und aus ihrem sozialen Umfeld heraus schlecht auf den Übergang in den Ruhestand vorbereitet sind. Beim Erreichen des Renteneintrittsalters falle es den Betroffenen vielfach schwer, sich mit den oftmals als bedrohlich empfundenen neuen Herausforderungen des Rentenlebens auseinander zu setzen. „Leider verwenden die Menschen in…

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    Rheinische Landessynode startet Spendenaufruf für ökologische Baukomponenten eines klimaneutralen Campus‘ der VEM in Tansania

    „Green Solidarity“ – unter diesem Schlagwort lanciert die Evangelischen Kirche im Rheinland mit der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) am 15. Januar auf der laufenden Landessynode in Düsseldorf den gemeinsamen Spendenaufruf zur Finanzierung ökologischer Baukomponenten eines geplanten Multifunktions-Campus‘ der VEM in der tansanischen Metropole Daressalaam. Bis zur Landessynode in 2025 sollen 50.000 € zusammenkommen, um die klimaneutrale Ausstattung des Geländes und der Gebäude zu unterstützen. Initiiert wird die Spendenkampagne von Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen, die als Mitglied der Kirchenleitung der rheinischen Kirche und des internationalen Aufsichtsrats der VEM das Bauvorhaben intensiv begleitet. „New Home for UEM Africa Region“ Im Kern der Anlage entsteht ein Gebäude mit Arbeitsmodulen, in denen bis zu…

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    Thema „Liebe“: Neues Bilderbuch und Material zur Jahreslosung 2024 für die Arbeit mit Kindern

    Wer oder was ist eigentlich die Liebe? Und wo ist sie zu finden? Diesen Fragen spürt Maike Siebold in ihrem neuen Bilderbuch „Philia Fenchel und die Sache mit der Liebe“ nach, das am 15.01.2024 in der Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH erscheint. Eine Vorlesegeschichte für Kinder im Vor- und Grundschulalter, die auf 32 Seiten das Handeln aus Liebe auf fantasievolle und kindgerechte Weise erklärt, farbenfroh illustriert von Künstlerin Anna Lisicki-Hehn. Religionspädagogisches Arbeitsmaterial unter demselben Titel Zeitgleich erscheint das religionspädagogische Material unter demselben Titel, das Inhalte und Anregungen für die Arbeit mit Kindern zur Jahreslosung 2024 für das ganze Jahr und darüber hinaus enthält. In der aktuellen Jahreslosung kommt das zentrale Gebot der…

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    Generalsekretär der VEM interpretiert Jahreslosung 2024 auf YouTube

    In einem YouTube-Video interpretiert der Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), Pfarrer Volker Martin Dally, die Jahreslosung 2024 „Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe!“ aus 1. Korinther 16, 14. Liebe ist nicht, zu allem Ja und Amen sagen In seiner Auslegung weist der Theologe unter anderem darauf hin, dass Liebe nicht darin bestehe, zu allem Ja und Amen zu sagen, „sondern Liebe ist genauso das herzhafte Diskutieren über unterschiedliche Möglichkeiten und Wege. Liebe ist nicht, alles durchgehen zu lassen, sondern genauso wichtig ist es, Grenzen zu setzen und Linien zu ziehen, die nicht überschritten werden dürfen.“ Das vermeintlich offene Ohr für alles und jeden Menschen dürfe ihm zufolge keineswegs…

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    Soforthilfe für Opfer von Überschwemmungen im Westen Kongos

    Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) sagen eine Soforthilfe in Höhe von insgesamt 30.000 Euro zur Unterstützung der evangelischen „Jüngerkirche“ (Communauté des Disciples du Christ au Congo, CDCC) im Westen der Demokratischen Republik Kongo zu. Überschwemmungen zerstören Existenzen Angesichts massiver Überschwemmungen im Westen Kongos rief die Provinzregierung in Equateur am 11. Dezember den Notstand in den Städten und Dörfern von Bosobele in der Ngiri-Region, Post in der Ubangi-Region, Bolenge und Mbandaka in der Felueve-Kongo-Region sowie in Ingende in der Ruki-Region aus. Ein Team der Bezirksregierung untersuchte die Folgen der Katastrophe für die Menschen vor Ort und kam zu der folgenden…