• Finanzen / Bilanzen

    Pressestatement: EU-Umweltbericht

    Aus dem neuen EU-Bericht „Überprüfung der Umsetzung der Umweltpolitik 2022“ geht hervor, dass Deutschland viele Umweltziele für Oberflächengewässer und Grundwasser nicht erreicht. Dazu nimmt der Gewässerexperte des WWF Deutschland, Tobias Schäfer, wie folgt Stellung: „Gewässer sind Lebensadern der Landschaft. Wenn den Belangen von Agrarindustrie, Energiewirtschaft und Wasserstraßenausbau weiter Vorrang vor dem Zustand unserer Gewässer eingeräumt wird und wir unsere Flüsse veröden lassen, gerät unser ganzes Ökosystem in Gefahr. Doch Gewässerschutz bleibt in Deutschland ein Stiefkind: Es gelingt weiterhin nicht, ihn über die Umweltressorts hinaus auch in andere Politikbereiche zu integrieren. Dabei sind Ansätze wie der des übergreifenden Flussgebietsmanagement, wie die Wasserrahmenrichtlinie ihn vorsieht, von höchster Aktualität. Das Erreichen der Ziele…

  • Finanzen / Bilanzen

    Vom „Nice to have“ zum „Must have“

    Unternehmen geben als Motiv für ihre Klimaziele vor allem „gesellschaftliche Verantwortung“ (90 %) und „Reputation“ (93 %) an. Das ergibt eine Umfrage im Rahmen des Projekts „Pathways to Paris“ von WWF Deutschland und PwC Deutschland. An der Online-Umfrage beteiligten sich 101 deutsche Unternehmen aus verschieden Sektoren. Druck von Kapitalgebenden (53 %), verbessertes Riskmanagement (61 %) und Wettbewerbsvorteile (73 %) spielen beim Setzen von CO2-Reduktionszielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.     Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance beim WWF Deutschland, sagt: „Erstaunlicherweise scheint vielen Unternehmen nicht klar zu sein, dass sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verspielen, wenn sie sich nicht transformieren. Wie umfassend Klima- und Biodiversitätskrise auf Geschäftsmodelle, Lieferketten und Risikomanagement wirken werden, wird immer…

  • Finanzen / Bilanzen

    Solardachpflicht beschleunigt Wende im Gebäudesektor

    Der Gebäudesektor liegt auf dem Weg zu den Klimazielen 2030 weit zurück. Zum zweiten Mal in Folge verfehlte der Bereich die vorgegebenen Emissionsgrenzen des deutschen Klimaschutzgesetzes. Dabei hat der Gebäudesektor gleich mehrere Herausforderungen für ein klimaneutrales Deutschland 2045 zu stemmen: Energie-, Wärme- und Ressourcenwende. Klar ist: Die CO2-Belastungen durch Wohnen müssen zügig sinken. Für den Umbau des Gebäudesektor fordert der WWF von der Bundesregierung jetzt den entscheidenden Impuls: Eine umfassende Solarpflicht auf allen Dachflächen in Deutschland – bei Neubauten und schrittweise im gesamten Gebäudebestand. Dazu muss die Bundesregierung eine Offensive beim Austausch von Heizsystem einleiten, weg von fossiler, hin zu Erneuerbarer Energie. "Die Solardachpflicht ist ein Turbo für die ökologische…

  • Energie- / Umwelttechnik

    WWF zu Bränden im Harz: „Es ist unmöglich, alles aus dem Wald zu entfernen, was brennen könnte“

    Zur Debatte um die Rolle von Totholz bei Waldbränden sagt Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF: „Wer fordert dem Wald das Totholz zu nehmen, verstärkt nur den Klimastress im sowieso schon stark geschädigten Wald. Denn Totholz ist ein effektiver Schutz vor zunehmender Trockenheit. Es nimmt bei Regen Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm und gibt es bei Trockenheit nach und nach wieder ab. Die Luft bleibt so länger feucht und sorgt dafür, dass der Wald erst später waldbrandgefährdet ist. Es ist zudem unmöglich alles aus dem Wald zu entfernen, was brennen könnte. Um Dörfer vor Waldbränden zu schützen, sollten stattdessen viele Laubbäume und Sträucher um sie herum gepflanzt werden. Außerdem ist…

    Kommentare deaktiviert für WWF zu Bränden im Harz: „Es ist unmöglich, alles aus dem Wald zu entfernen, was brennen könnte“
  • Energie- / Umwelttechnik

    WWF: „Die Historische Verantwortung Erderhitzung und Artensterben aufzuhalten, besteht trotz Energiekrise“

    Zur Haushaltsdebatte im Bundestag sagt Heike Vesper, Leiterin für Transformation und Politik beim WWF Deutschland: „Bei der Debatte um den Bundeshaushalt wird sich zeigen, ob die Bundesregierung ihrer historischen Verantwortung nachkommt, Klimakrise und Artensterben aufzuhalten. Denn unabhängig von dem Krieg in der Ukraine und der Energiekrise gilt: Vor allem wir Industrienationen haben die Zwillingskrise aus Erderhitzung und Klimakrise ausgelöst. Die Menschen im globalen Süden bezahlen das jetzt schon mit dem Leben. Das zeigen auch die Überschwemmungen in Pakistan. Seiner Verantwortung kann Deutschland nur gerecht werden, wenn die Ampelregierung die Umweltversprechen aus dem Koalitionsvertrag einhält und außerdem im neuen Haushalt die Finanzierung für internationalen Klima- und Biodiversitätsschutz auf insgesamt 10 Milliarden…

    Kommentare deaktiviert für WWF: „Die Historische Verantwortung Erderhitzung und Artensterben aufzuhalten, besteht trotz Energiekrise“
  • Finanzen / Bilanzen

    Zentralbanken – Weltweiter Appell zur Klima- und Biodiversitäts-COP

    In einem heute veröffentlichten globalen „Call to Action“ fordern der WWF und mehr als 90 Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken und einzelne Vordenkende die Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden auf, alle Ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente zu nutzen, um die Klimakrise und den Verlust der biologischen Vielfalt zu bewältigen.   Der Appell, der von Organisationen wie der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms, dem Europäischen Umweltbüro, Nature Finance, NRDC und der New Economics Foundation mitunterzeichnet wurde, enthält konkrete Forderungen und Maßnahmen, die Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden ergreifen müssen, um irreversible Auswirkungen von Klimakrise und Naturverlust zu begrenzen, sich gegen daraus resultierende künftige Risiken besser zu schützen und ihre faktisch marktgestaltende Rolle verantwortungsvoll zu nutzen. In dem Appell wird…

    Kommentare deaktiviert für Zentralbanken – Weltweiter Appell zur Klima- und Biodiversitäts-COP
  • Finanzen / Bilanzen

    Circular Economy für Rohstoff-Sicherheit, Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt

    Angesichts drohender Engpässe bei wichtigen Rohstoffen sind immer mehr Staaten und Unternehmen auf der Suche nach Auswegen. Nach der Versorgung von energetischen Rohstoffen wie Erdgas geraten mineralische und abiotische Materialien wie Kobalt, Wolfram oder Seltene Erden in den Blickpunkt. Auch hier sind etwa Deutschland und andere EU-Staaten stark abhängig von Importen.   Einige Rohstoffe sind in Bezug auf Versorgungsrisiko und wirtschaftlicher Bedeutung kritisch, viele davon verursachen einen enormen Umweltschaden. Allein mehr als 30 Rohstoffe* mit mittlerem oder hohem Umweltgefährdungspotenzial bieten sich an, sie viel stärker im Kreislauf zu halten, sparsamer zu nutzen und so die Ressourcen-Abhängigkeit zu verkleinern. Dies zeigt die Machbarkeitsstudie des Vorhabens „Modell Circular Economy Deutschland“, erarbeitet von…

    Kommentare deaktiviert für Circular Economy für Rohstoff-Sicherheit, Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt
  • Energie- / Umwelttechnik

    Nachhaltig und transparent: Netto und WWF veröffentlichen Fortschritte ihrer Partnerschaft

    Hitzewelle, Dürre und Überschwemmungen: Der Klimawandel wirkt sich auch in Deutschland spürbarer auf das Leben der Menschen aus. Bei immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern steigt das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und der Wunsch nachhaltiges Handeln in ihren Alltag zu integrieren. Das zeigt sich auch in ihrem Einkaufsverhalten und den Erwartungen an die Lebensmittelindustrie – 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich zum Beispiel mehr nachhaltigere Produkte[1]. Die anhaltend hohe Inflation und steigende Lebenshaltungskosten verstärken die Preissensibilität in Deutschland. Netto möchte dazu beitragen, dass ökologisch verantwortungsvolles Handeln und ein bewussterer Lebensstil auch weiterhin für viele Menschen erschwinglich bleiben. Netto Marken-Discount und der World Wide Fund for Nature (WWF) haben sich schon…

    Kommentare deaktiviert für Nachhaltig und transparent: Netto und WWF veröffentlichen Fortschritte ihrer Partnerschaft
  • Energie- / Umwelttechnik

    Nachhaltigkeit als gemeinsamer Antrieb: EDEKA und WWF legen Fortschrittsbericht 2021 vor

    . • Bericht 2021 bestätigt erneut: WWF-Partnerschaft trägt maßgeblich zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks des EDEKA-Verbunds bei • Erneut zahlreiche Meilensteine beim Umwelt-, Ressourcen- und Klima­schutz erreicht • Verlängerung der EDEKA- und WWF-Partnerschaft bis 2032 für langfristige ambitionierte Zielsetzungen Verantwortungsvolles Wirtschaften ist auch in schwierigen Zeiten eine Herzensangelegenheit für den EDEKA-Verbund. Jetzt legen Deutschlands führender Lebensmitteleinzelhändler und die Natur­schutz­organisation WWF im Zuge ihrer strategischen Partnerschaft für Nachhal­tigkeit erneut ihren jährlichen Fortschrittsbericht vor. Im Fokus: gemeinsam er­reichte und dokumentierte Meilensteine sowie Herausforderungen in den acht Themen­schwerpunkten, die von nachwachsenden Ressourcen über Verpa­ckungs­material bis hin zum Klima- und Süßwasserschutz reichen. Trotz des Kriegs in der Ukraine, pandemiebedingt brüchiger Lieferketten und anhal­tender Inflation…

    Kommentare deaktiviert für Nachhaltigkeit als gemeinsamer Antrieb: EDEKA und WWF legen Fortschrittsbericht 2021 vor
  • Finanzen / Bilanzen

    WWF: Atom-Strom ist keine Lösung für die Energiekrise

    Zum Ergebnis des zweiten AKW-Stresstests in diesem Jahr erklärt Viviane Raddatz, Fachbereichsleiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:   „Der Beschluss, zwei Atomkraftwerke als Reserve weiter für den Einsatz bereitzuhalten, ist ein weiterer klarer Beweis für eine über zwei Jahrzehnte verschlafene Energiewende, insbesondere im Süden Deutschlands. Statt die günstigen Erneuerbaren und die Stromnetze beschleunigt auszubauen, wurde auf klimaschädliche und unsichere fossile Energieträger und Atomkraft gesetzt. Die Kriterien für die beschlossene Einsatzreserve sind unklar und der Stresstest hat ergeben, dass es insbesondere auf eine Reihe weiterer Maßnahmen ankommt – denn der Betrieb der Kraftwerke würde demnach einen extrem geringen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Für den WWF Deutschland ist deshalb klar: Atom-Strom…